Wintersport kompakt

RODELN In Altenberg holten sich die deutschen Rodler alle vier Siege und bringen langsam Klarheit in Sachen Olympia-Team. Natalie Geisenberger, Felix Loch sowie Toni Eggert und Sascha Benecken gewannen ihre Einzelwettbewerbe und gemeinsam abschließend auch die Staffel.

Damit haben sie ihr Olympia-Ticket bereits vor den beiden letzten Nominierungsrennen in Übersee sicher. Auch Tatjana Hüfner und Dajana Eitberger sollten bei den Damen nach ihren Plätzen zwei und drei in Altenberg nicht mehr zu gefährden sein.

NORDISCHE KOMBINATION So ein Wochenende hat es für die deutschen Kombinierer seit über einem Jahr nicht mehr gegeben. In der Staffel von Norwegen im Schlussspurt geschlagen, mussten sie den Wikingern im Einzel sogar alle drei Podestplätze überlassen. Espen Andersen siegte vor Jan Schmid und Jörgen Graabak. Johannes Rydzek (Foto: dpa) kam 0,1 Sekunden nach dem Olympiasieger auf Platz vier. "Die Renngestaltung war unklug von mir, wir haben den Sieg einfach hergeschenkt", haderte Rydzek. Der Oberstdorfer war als 14. nach einem vom Wind maßgeblich bestimmten Springen schnell zu den guten Läufern Schmid und Graabak aufgelaufen und hatte dann in der Gruppe versucht, Kräfte für den Endspurt zu sparen. Für Björn Kircheisen und Eric Frenzel reichte es nur zu den Plätzen 14 und 15.

LANGLAUF Die deutschen Langläufer sind weiter auf der Suche nach ihrer Form. Nur langsam kommen Ergebnisse, von der Olympia-Norm sind sie weit entfernt. In Lillehammer waren im Skiathlon die Ränge 20 von Steffi Böhler und 21 von Lucas Bögl das Beste. Katharina Hennig hinderte ein Bindungs-Schaden beim Skiwechsel an einem Top-15-Ergebnis. Im Sprint waren nur Sandra Ringwald und Hennig im Viertelfinale. Die Siege gingen an Maiken Caspersen Falla aus Norwegen im Sprint und die Schwedin Charlotte Kalla im Skiathlon. Der norwegische Jungstar Johannes Kläbo gewann beide Disziplinen.

EISSCHNELLLAUF Die Deutschen Eisschnellläufer trumpfen beim Weltcup in Kanada auf. Das Damen-Trio Claudia Pechstein (Berlin), Roxanne Dufter und Gabriele Hirschbichler (beide Inzell) lief in 2:56,76 Minuten als Zweite ins Ziel. Schneller waren im Olympic Oval in Calgary nur die Japanerinnen in Weltrekordzeit von 2:53,88. Damit stehen die Chancen für die Deutschen auf einen Startplatz in der Teamverfolgung bei den Olympischen Winterspielen im Februar in Südkorea gut. Vor dem vierten Weltcup in einer Woche in Salt Lake City, der noch in die Qualifikation einfließt, belegt das Team um Pechstein Rang drei im Gesamtweltcup. Acht Mannschaften gehen bei den Spielen in Pyeongchang an den Start. Mit einem deutschen Rekord von 6:10,80 Minuten über 5000 Meter ließ zudem Patrick Beckert als Dritter aufhorchen.

SNOWBOARD Auch ohne Final-Einzug verbuchten Silvia Mittermüller und Nadja Flemming den Heim-Weltcup in Mönchengladbach als Erfolg. Die Freestyle-Snowboarderinnen haben mit der zweiten Top-16-Platzierung in der Disziplin Big Air nun die nationale Olympia-Norm erfüllt. Auf der Stahlrampe im umgebauten Hockeypark sprang die 34 Jahre alte Münchnerin Mittermüller am Samstag auf Rang neun. Die 21-jährige Flemming aus Röhrmoos zitterte in der Qualifikation bis zuletzt um ihren abschließenden 16. Platz.