1. Sport
  2. Sportmix
  3. Regional

Wittlich profitiert nicht von der Unruhe beim Gegner

Wittlich profitiert nicht von der Unruhe beim Gegner

Acht Spiele, acht Siege: Die roten Löwinnen Bascharage geben sich weiterhin keine Blöße. Eine unglückliche Niederlage musste dagegen die HSG Wittlich einstecken. Deutlich unterlegen war die HSG Hunsrück gegen Mundenheim.

HSG Wittlich - DJK Marpingen/SC Alsweiler 22:23 (13:13) Einen Tag vor der Begegnung sorgte Gästetrainer Tobias Frei für einen Paukenschlag: Er entschloss sich, mit dem Auswärtsspiel bei der HSG Wittlich seine Tätigkeit zu beenden. Frei begründet seine Entscheidung mit "unüberbrückbaren Differenzen in der Zusammenarbeit mit der Trainerin der zweiten Mannschaft". Sein Vorwurf: "Eine Kooperation zwischen der Oberliga- und Saarlandliga-Mannschaft ist nicht gewollt worden." Von den internen Querelen zeigte sich Marpingen/Alsweiler im Spiel in Wittlich nicht beeindruckt. "Der Gegner hat gut gespielt und ist sehr diszipliniert aufgetreten", lobte Wittlichs Trainer Thomas Feilen. Sein Team unterlag nach einem spannenden Spiel unglücklich. Die Begegnung wurde von zwei kompakten Abwehrreihen dominiert, hinter der auf Gästeseite mit Carina Kockler eine glänzende Torhüterin stand. "Sie hat uns den Zahn gezogen", sagte Feilen. Die HSG bot eine solide Leistung. Bis in die Schlussminuten blieb der Spielausgang offen. Im letzten Angriff scheiterten die Gäste an Wittlichs Torfrau Nicole Ruppert. Die Wittlicher Abwehrspieler glaubten, der Ball habe anschließend die Torauslinie überschritten, starteten folgerichtig in den Gegenstoß. Doch die Schiedsrichter entschieden auf Einwurf für die Gäste, da der Ball aus ihrer Sicht die Seitenlinie überschritten hatte. Die Gäste reagierten blitzschnell und erzielten den Siegtreffer drei Sekunden vor dem Ende. HSG Wittlich: Ruppert und Scharfbillig - Flesch (1), Molitor (3), Steffens, Barthen (2), Zimmermann (6/4), Packmohr (3), Simonis (1/1), Lukanowski (1), Schenk (5)VTV Mundenheim - HSG Hunsrück 26:18 (14:8) Die Hunsrück-HSG findet auswärts nicht zu ihrer Leistung. "Es reicht einfach nicht, wenn wir uns nur zu Hause motivieren. Wir müssen auch auswärts entsprechend auftreten. Jede Spielerin ist gefordert, Woche für Woche ihr Leistungsvermögen abzurufen. Es geht bei uns nur über das Kollektiv", fordert HSG-Trainerin Jutta Holl, die im Spiel bei der VTV Mundenheim lediglich Sophie Born eine solide Leistung attestierte. Mundenheim bestrafte jeden Fehler der Gäste mit Tempogegenstoßtoren. Im Angriff zeigten die Hunsrückerinnen "Angsthasenhandball" (Holl).HSG Hunsrück: Wolf und Born - Schieke (3), A. Frank (1), Wies (1/1), M. Frank (1), Endel, Reuter (2), A. Saam (2), Hermann (1), Gräber (5), Sülzle (2/1)SG DJK Mainz/Bretzenheim - Roude Léiw Bascharage 16:29 (8:15) Die roten Löwinnen aus Bascharage eilen von Sieg zu Sieg, und dahinter nehmen sich die Konkurrenten die Punkte gegenseitig weg. Für die Mannschaft von Trainer Carlo Zeimetz läuft es derzeit rund. Bei der SG Mainz/Bretzenheim trotzten die Gäste Personalproblemen. Bascharage musste ohne Stammspielerin Viktoria Szücs antreten. Den Grundstein zum Erfolg legte eine starke Abwehr, die beweglich und aggressiv agierte. Lediglich technische Fehler im Angriff waren für Zeimetz Grund zur Beanstandung. Spätestens beim 19:9 in der 40. Minute war das Spiel gelaufen. Einen gelungenen Einstand in der Bascharager Mannschaft feierte Laurence Hoffmann. "In den vergangenen beiden Spielen haben wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Wenn die Abwehr weiterhin so gut arbeitet, werden wir eine gute Rolle im Kampf um den Titel spielen", gibt sich Zeimetz immer noch etwas zurückhaltend. Bascharage: Colin - Steuer (2/2), Rogucka (10), Ellmann, Ferencz (6/1), Muller (4), Zeimetz (1), Thill (2), Hoffmann (1), Vintila (3) R.S.