Zwei ganz banale Fragen

Das ist mal eine Ansage: Die Dialogbereitschaft des Deutschen Fußball-Bunds nach den beschämenden Vorkommnissen beim DFB-Pokalspiel in Rostock ist ein Signal, die zuletzt verhärteten Fronten zwischen Verbänden und Ultras aufweichen zu wollen. Das darf gleichwohl nicht davon abhalten, begangene Straftaten, die überhaupt nichts mit einer Fankultur zu tun haben, konsequent zu verfolgen.


Unabhängig von grundsätzlichen Debatten stellen sich nach den Entgleisungen im Rostocker Ostseestadion aber auch erst mal zwei ganz banale Fragen, die nach Klärung schreien: Wie kann es sein, dass bei einer als Hochsicherheitsspiel deklarierten Partie die Blöcke beider Fanlager fast nebeneinander auf derselben Stadionseite liegen? Und wie kann es sein, dass 1700 eingesetzte Polizisten und mehr als 300 Ordner die Ausschreitungen nicht verhindern konnten? Da lag in der Einsatzstrategie wohl einiges im Argen.
m.blahak@volksfreund.de