Zwei Ringe fehlen zu Platz eins

Zwei Ringe fehlen zu Platz eins

Die Jungschützin Angelique Cordier von der Mehringer Schützenbruderschaft belegte bei den Deutschen Meisterschaften im Luftgewehrschießen einen hervorragenden zwölften Platz. Deutsche Meisterin in ihrer Altersklasse mit der Mannschaft wurde die Zeltinger Schützin Petra Schmerling.

Mehring. Es hätte eigentlich ohne weiteres für das berühmte Treppchen reichen können. Aber Angelique Cordier fehlten leider zwei Ringe bis zum ersten Platz. Für die Trainer Wolfgang Lörscher und Winfried Schmitt sowie die Betreuerin Monika Schmitt ist es trotzdem ein hervorragendes Ergebnis. "Immerhin belegte die 14-Jährige den zwölften Platz bei 176 Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland", sagen die stolzen Trainer und Betreuerin. Viele Wochen hatten sie mit der Jungschützin trainiert (der TV berichtete). Die richtige Haltung, ein gutes Auge und die ruhige Hand, aber auch viel Fleiß waren dabei besonders wichtig.
Cordier steigerte sich von Wettkampf zu Wettkampf. So galt es, bei den Kreis-, Bezirks- und der Landesmeisterschaft in Dortmund höchste Ergebnisse zu erzielen, um am nächsten höheren Wettbewerb teilnehmen zu dürfen. Der Traum eines jeden Sportschützen, die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften auf der Olympia-Schießanlage in München, ging nun für Cordier in Erfüllung. Monika Schmitt erzählt: "Mit uns fieberten auch die Eltern und natürlich die Sponsoren, ohne deren Hilfe eine Teilnahme nicht möglich gewesen wäre." Cordier, die beste Schützin im Rheinland, stand beim Schießen eine knappe Stunde unter Hochspannung. Nach der Einrichtungszeit und dem Probeschießen galt es für sie, innerhalb von 40 Minuten 20 Schuss bestens zu platzieren. "Sie ist dabei über sich hinausgewachsen", freut sich Winfried Schmitt. Er hatte mit Trainer Lörscher die Schützin mit einem kontinuierlichen Training auf den Wettkampf vorbereitet. Die Ergebnisse waren teilweise besser als bei der Landesmeisterschaft in Dortmund. "Sie war im Training so gut, dass sie sogar 100 von möglichen 100 Ringen erzielte", erinnert sich der Trainer. Doch die Tagesform und das fehlende Quäntchen Glück waren entscheidend.
Klar, dass sie nun auch schon weitere Einladungen hat. So geht es schon am kommenden Wochenende nach Mayen zum Landesjugendsportfest. Wieder will sie sich mit ihrem Gewehr unter den Besten behaupten.
Extra

Petra Schmerling hat bei den Deutschen Meisterschaften der Sportschützen in München ihren Traum verwirklicht. In der Disziplin Luftpistole (Damenaltersklasse) konnte sie als Starterin der Sportschützen St. Seb. Pier 2000 (ein Verein in der Nähe von Düren) mit der Mannschaft den Meistertitel erringen. Mit den Schützinnen Astrid Au (356 Ringe), Anne Ohler (361 Ringe) und Petra Schmerling (370 von 400 möglichen Ringen) war das Team am Ende ungefährdeter Mannschaftssieger. In der Einzeldisziplin fehlte Schmerling das Quäntchen Glück in Form eines Zehntel Ringes, das ihr letztlich für eine Einzelmedaille fehlte - so wurde es am Ende der undankbare vierte Platz. Mit der erbrachten Leistung war die Zeltinger Schützin trotzdem sehr zufrieden, zumal das Mannschaftsgold im Vordergrund stand. Morgen soll die Meisterin von der Mosel anlässlich der Eröffnung des Zeltinger Wein- und Straßenfests auf dem Marktplatz geehrt werden. red

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