Turnier in Rotterdam: Werth greift bei Dressur-EM nach der 19. Goldmedaille

Turnier in Rotterdam : Werth greift bei Dressur-EM nach der 19. Goldmedaille

Rekordreiterin Isabell Werth will ihre beispiellose Erfolgsstatistik mit einer weiteren Goldmedaille ausbauen.

Die 50 Jahre alte Dressurreiterin ist am Donnerstag die große Favoritin bei der ersten Einzelentscheidung der Europameisterschaft in Rotterdam. Ein Erfolg im Grand Prix Spezial würde ihr die 19. Goldmedaille bei einer EM bescheren.

„Es muss alles passen“, sagte Werth: „Es geht wieder bei null los. Die Karten werden neu gemischt.“ Ihre stärkste Konkurrenz kommt aus der eigenen Mannschaft, mit der sie am Dienstag den Teamwettbewerb in seltener Dominanz gewonnen hatte. Denn die wohl stärkste Konkurrentin darf am Donnerstag nicht mehr reiten.

Die Britin Charlotte Dujardin war nach ihrem Ritt am Dienstag disqualifiziert worden, weil bei ihrem Pferd Freestyle Blut an der Flanke festgestellt wurde. Das Aus der Olympiasiegerin wirbelte das Klassement durcheinander und kostete das britische Team die sicher geglaubte Silbermedaille. Für Dujardin war die EM damit beendet.

Zu den heißesten Medaillenkandidaten neben Werth mit Bella Rose zählen nun Dorothee Schneider aus Framersheim mit Showtime und Sönke Rothenberger aus Bad Homburg mit Cosmo. Dieses deutsche Trio hatte die besten Ergebnisse im Grand Prix des Teamwettbewerbes, was die Dominanz des Siegerteams eindrucksvoll unterstrich.

Bei der EM vor zwei Jahren hatte Werth die Maximalausbeute von drei Goldmedaillen geholt. Schärfster Widersacher in Göteborg war damals Rothenberger, der nun zum Einzel sagte: „Ich bin zuversichtlich, dass wir da noch Raum zur Verbesserung haben.“ Nach seinem Auftritt im Team kam er zu der Erkenntnis: „Ich muss einfach konzentrierter an die Sache rangehen.“

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