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Ruder-Coach Holtmeyer: An schlechten Tagen siegen

Hamburg (dpa). Fragen an Ruder-Trainer Ralf Holtmeyer nach dem Sieg des Deutschland-Achters am Sonntag beim Weltcup-Finale in Hamburg.

Der Achter rudert von Sieg zu Sieg. Werden für Sie da nicht Erinnerungen an die glorreichen Zeiten Ende der 80er-Jahre wach?

Ralf Holtmeyer: „Ja, damals war das ähnlich. Wir haben lange Zeit kein Rennen verloren. Wichtiger als die Zahl der Siege ist jedoch unsere Stabilität und die Art und Weise, wie wir auftreten. Und da sind wir in dieser Saison schon weiter, als ich dachte. Wir haben nicht nur acht, sondern mindestens 12 bis 14 gute Ruderer.“

Ihre Crew geht nun als Favorit in das Weltcup-Finale von Luzern und die WM in Bled ...

Holtmeyer: „Wir haben in Bled einen Titel zu verteidigen. Aber ein richtiger Gradmesser war die Regatta in Hamburg nach den Absagen einiger Verbände nicht. Noch haben sich die starken Achter-Nationen aus Übersee wie die USA, Kanada und Australien nicht gezeigt. Beim Weltcup-Finale in drei Wochen am Rotsee sehen wir weiter.“

Welche Achter-Besatzung hat Ihnen besser gefallen. Die von München oder die auf vier Positionen umbesetzte Crew von Hamburg?

Holtmeyer: „Angesichts der unterschiedlichen Wetterbedingungen ist ein Vergleich schwierig. Prinzipiell ist es schön, dass dieser Wechsel innerhalb des Kaders positiv angenommen wird.“

Sehen Sie die Gefahr, dass sich die Mannschaft nach 23 Siegen in Serie zu sicher fühlt?

Holtmeyer: „Bei solch einer Erfolgsserie besteht immer die Gefahr, sich etwas vorzumachen. Aber das wissen bei uns alle. Ziel ist es, ein Niveau zu erreichen, auf dem man auch an schlechten Tagen ein Rennen gewinnt.“