Schnellfeuer-Ass Reitz düpiert die Spezialisten

Schnellfeuer-Ass Reitz düpiert die Spezialisten

Christian Reitz, der Olympia-Dritte von Peking mit der Schnellfeuerpistole, hat bei den deutschen Meisterschaften im Sportschießen alle Spezialisten mit der Freien Pistole düpiert und sich den Titel in dieser Disziplin geholt.

Der Polizeikommissar aus dem hessischen Raunheim siegte auf der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück mit mäßigen 651,3 Ringen vor dem Vorkampfbesten Florian Schmidt (Frankfurt/Oder), der auf 647,2 Zähler kam. Dritter wurde Leo Braun (Stuttgart/640,9).

Mit dem Luftgewehr setzte sich die krasse Außenseiterin Nina Baehnisch aus Neumühle durch. Bei ihrer ersten Finalteilnahme siegte die 22 Jahre alte Oberpfälzerin mit 499,8 Ringen vor den drei Weltrekordlerinnen Beate Gauß aus Ammerbuch (499,6), Sonja Pfeilschifter aus Großhöhenrain (498,8) und Barbara Lechner aus Triftern (497,5). „Das war der bisher größte Erfolg in meiner Karriere. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, hier eine Medaille zu gewinnen, schon gar nicht damit, den Titel zu holen“, sagte die neue Meisterin.

Den Titel im Liegendmatch mit dem KK-Gewehr holte sich überraschend Marco Hummler (Bruchmühlen) mit 700,9 Ringen vor seinem Vereinskollegen Christian Butz, der auf 700,8 Zähler kam. Dritter wurde Richard Dietzsch (Oberau) mit 700,6 Ringen. Alle Favoriten hatten das Finale verpasst. Den Titel mit der Sportpistole holte überlegen Munkhayar Dorjsuren (München) mit 783,5 Ringen vor Luftpistolen-Titelträgerin Monika Karsch (Kolbermoor/778,1) und Sandra Hornung (Straubing/776,4).