Schützen treffsicher: Sieg und zwei Podestplätze

Schützen treffsicher: Sieg und zwei Podestplätze

Die deutschen Sportschützen haben beim Heim-Weltcup in München alle Ladehemmungen beseitigt und mit drei Podestplätzen auf sich aufmerksam gemacht.

Christian Reitz (Raunheim) und Ralf Schumann (Stockheim) holten mit der Olympischen Schnellfeuerpistole einen Doppelsieg heraus und durch Schumann zugleich den zweiten Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2012 in London. Zuvor hatte Daniel Brodmeier im Liegendwettkampf mit dem Gewehr Platz drei und damit den ersten Podestplatz für die Gastgeber geholt.

Reitz souverän, Schumann mit einer einzigen Zitterpartie - die Wege der beiden Deutschen auf das Podium waren völlig unterschiedlich. Reitz qualifizierte sich im Vorkampf souverän mit 583 Ringen, zeigte im neuen Finale von Beginn an gute Form und siegte am Ende mit fünf Treffern in der letzten Serie verdient. „Ich komme immer besser mit diesem Finale zurecht, es verzeiht leichte Fehler - aber man muss viel länger hochkonzentriert bleiben“, sagte er, nachdem er nach dem Weltcup in Fort Benning zum zweiten Mal hintereinander gesiegt hatte.

Schumann tat sich im Vorkampf schwer. „Das Licht war schwierig, und im Vorkampf wie im Finale ging die Pumpe ganz schön“, sagte der 49-Jährige und fügte hinzu: „Im Stechen war ich hingegen entspannter.“ Gegen zwei Konkurrenten hatte Schumann um den letzten Platz im Finale zu einer Extraserie antreten müssen, blieb mit 49 von 50 möglichen Ringen aber souverän und erhielt sich die Chance auf den Gewinn des Quotenplatzes. Den hatte er gesichert, als Martin Strnad aus Tschechien als dritter Schütze im Finale ausgeschieden war. „Jetzt widme ich mich wieder voll und ganz dem Trainerdiplomstudium“, sagte er nach vollbrachter Tat.

Brodmeier hatte schon am Vormittag den Bann gebrochen. In der fünften von zehn Entscheidungen in den olympischen Disziplinen mit Gewehr und Pistole wurde der Niederlauterbacher Dritter im Gewehr-Liegendkampf hinter dem Weißrussen Sergej Matrinow und Kenneth Nielsen (Dänemark). „Das ist super und nicht so einfach, wenn im Finale dein Nachbar Matrinow heißt und er der beste Liegendschütze der Welt ist“, sagte Brodmeier.