Schwimm-Titelkämpfe: Um WM-Plätze in kühler Ostsee

Rostock (dpa) · Wegen der erwartet kühlen Temperaturen sorgen sich vor den deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen Verantwortliche und Athleten.

Vor den Rennen vom 23. bis 26. Juni im Rostocker Stadthafen meinte der im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) zuständige Trainer Stefan Lurz sogar: „Wenn die Wassertemperaturen nicht den Wettkampfbestimmungen entsprechen, plädiere ich für eine Absage der Titelkämpfe.“

Seit dem Tod des Amerikaners Francis Crippen bei einem Weltcup-Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten im vergangenen Oktober schrillen bei zahlreichen Trainern die Alarmglocken, wenn es um die Bedingungen geht. „Muss denn noch mehr passieren?“, fragte Stefan Lurz, der erst am vergangenen Wochenende bei einem Weltcup in Setubal an Portugals Atlantikküste weilte und Augenzeuge von mehreren Zusammenbrüchen von Athleten wegen Unterkühlung war.

Wassertemperaturen von 18 Grad machten dort auch Siegerin Angela Maurer aus Mainz und dem neunmaligen Weltmeister Thomas Lurz aus Würzburg schwer zu schaffen. Vorgeschrieben sind mindestens 16 Grad. „Das ist Nonsens, die Mindesttemperaturen müssen unbedingt nach oben korrigiert werden“, forderte Thomas Lurz, der wie Angela Maurer auf die deutschen Meisterschaften verzichtet.

„Beide sollen keine Erkältung mehr riskieren, zumal sie bereits für die Weltmeisterschaften in Shanghai über die olympische Zehn-Kilometer-Distanz qualifiziert sind“, sagte DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow. Auch Andreas Waschburger und Isabell Donath haben schon das WM-Ticket gebucht und fehlen in Rostock.

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