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Schwimm-WM: Rekordbeteiligung und Bluttests

Schwimm-WM: Rekordbeteiligung und Bluttests

Bei den in einer Woche beginnenden Schwimm-Weltmeisterschaften in Shanghai mit Rekordbeteiligung wird es erstmals seit sechs Jahren wieder Bluttests geben. Das teilte der Schwimm-Weltverband FINA mit.

Mit 181 Ländern sind bei der WM so viele Nationen vertreten wie noch nie. 2009 hatten in Rom noch 172 Länder teilgenommen. Vom 16. bis 31. Juli fallen in Shanghai 66 Entscheidungen.

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) schickt 57 Teilnehmer, darunter 23 Beckenschwimmer. Sie sollen gemeinsam mit Langstreckenschwimmern, Wasserballern, den Synchronschwimmerinnen und den Wasserspringern insgesamt 14 deutsche Medaillen nach Hause bringen.

Erstmals seit 2005 werden bei der WM wieder Bluttests durchgeführt. Bei den Titelkämpfen 2007 und 2009 waren lediglich Urinproben vorgenommen worden, die FINA hatte wegen dieser Kontrollpraxis Kritik einstecken müssen. Auch bei der Kurzbahn-WM 2010 in Dubai hatte der Verband auf Bluttests verzichtet, dies zuletzt mit „logistischen Gründen“ erklärt. Details zur Vorgehensweise will der Weltverband kurz vor dem WM-Start in China bekanntgeben. Durch Bluttests können Dopingvergehen auch noch Jahre später nachgewiesen werden.

Im Fall des unter Doping-Verdacht stehenden Peking-Goldmedaillengewinner Cesar Cielo hat sich der mehrmalige Schwimm-Olympiasieger Pieter van den Hoogenband entsetzt gezeigt. „Das ist ein großes Desaster für den Schwimmsport“, sagte der Niederländer am Freitag und hofft auf eine rasche Klärung. „Es wäre dramatisch, wenn er gewinnt, aber jemand anderes bekommt dann nachträglich seine Medaille. Es ist auch besser für ihn, wenn er weiß, woran er ist“, sagte van den Hoogenband.