Schwimmen: Ohn Lurz um WM- und EM-Tickets

Berlin (dpa) · Die Weltmeister im Langstreckenschwimmen Thomas Lurz (Würzburg) und Angela Maurer (Mainz) sind gesetzt, Britta Kamrau-Corestein nimmt ein Sabbatjahr.

„Das ist die Chance für die Außenseiter“, sagte der Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes, Lutz Buschkow, mit Blick auf die vom 24. bis 27. Juni stattfindenden deutschen Meisterschaften im Freiwasserschwimmen in Strausberg. Buschkow bekannte zudem, dass „wir nicht so viele Spitzenathleten auf Weltklasseniveau haben“.

Vor den Toren Berlins geht es nicht nur um die nationalen Titel, sondern auch um die Fahrkarten zu den Welt- und Europameisterschaften. Die EM, für Buschkow „unser Jahreshöhepunkt“, findet vom 4. bis 8. August im Plattensee in Ungarn statt. Zuvor wollen Lurz (5 und 10 Kilometer) und Maurer (25 Kilometer) ihre im Vorjahr am Strand von Ostia bei Rom errungenen WM-Titel im kanadischen Roberval (17. bis 22. Juli) verteidigen.

Lurz, seit seinen zwei Titeln vor Jahresfrist der erfolgreichste Freiwasserschwimmer überhaupt, gibtim portugiesischen Setubal dem Marathon-Weltcup des Weltschwimm-Verbandes FINA den Vorzug. Sein Ticket für die EM in Ungarn bereits gelöst hat Jan Wolfgarten (ebenfalls Würzburg), allerdings über 800 Meter Freistil für die Entscheidungen im 50-Meter-Becken in Budapest (9. bis 15. August). „Ob er einen Doppelstart absolvieren wird, werden wir nach den Deutschen Meisterschaften entscheiden“, sagte Buschkow über das EM-Programm des Kurzbahn-Europameisters über 1500 Meter Freistil. Wolfgarten hatte bei der EM vor zwei Jahren in der Fünf-Kilometer- Verfolgung Rang zwei belegt.

Auch bei der DM in Strausberg werden die fünf Kilometer als Verfolgungsrennen entschieden. Für die WM verfügt der DSV für alle Strecken über je zwei Startplätze, bei der EM sogar über drei.

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