Sehschwäche: EM-Fünfte Reichert schwimmt falsch

Sehschwäche: EM-Fünfte Reichert schwimmt falsch

Bereits am Start war für Langstreckenschwimmerin Nadine Reichert bei der EM das Zeitrennen über 5 Kilometer eigentlich schon vorbei. Die 25-Jährige aus Mainz schwamm im ungarischen Plattensee wegen ihrer Sehschwäche etwa 50 Meter in die falsche Richtung, ehe sie umkehrte.

Das kostete sie zwar etwa 15 Sekunden, aber keine Medaille. Dafür war der Abstand zur Drittplatzierten Griechin Marianna Lymperta, die ein Vorsprung von 30,8 Sekunden auf Reichert hatte, zu groß. „Ich habe die Boje schlecht gesehen“, sagte Reichert, die ihre Sehschwäche von 8,5 Dioptrien demnächst per Laser korrigieren lassen will. Das trübe Wasser und die hohen Wellen machten die Bedingungen noch schwerer.

Als Fünfte hatte Nadine Reichert einen Rückstand von 37,4 Sekunden auf die Siegerin Jekaterina Seliwerstowa. Die Russin absolvierte das Rennen, bei dem die 23 Schwimmerinnen im Minutenabstand auf die Strecke gingen, in 1:02:34,7 Stunden. Patz zwei belegte die Griechin Kalliopi Araozou (2,6 Sekunden zurück).

Ihr Ehemann Christian hatte beim Sieg des Würzburgers Thomas Lurz Platz vier belegt. „Wir versuchen im Privatleben schon über etwas anderes zu reden, aber das ist schwierig“, sagte Nadine mit einem Lächeln auf den Lippen.