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Sprung-EM: Vom „Sommermärchen“ zum Quotenkampf

Sprung-EM: Vom „Sommermärchen“ zum Quotenkampf

Die deutschen Wasserspringer um die Doppel-Europameister Patrick Hausding und Sascha Klein wollen bei der EM erste Olympia-Tickets für die Sommerspiele in London lösen. Ab Dienstag geht es in Turin aber auch um Edelmetall.

Davon gewann der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) im August 2010 in Budapest reichlich. Fünfmal Gold und dreimal Silber wie in Ungarn werden diesmal nicht erwartet. „So wie in Budapest abzusahnen, wird nicht so leicht werden. Das war unser Sommermärchen, da waren wir in atemberaubender Form“, sagte der fünfmalige Medaillengewinner Hausding. „Am wichtigsten ist es einem EM-Titel im Einzel zu gewinnen, um einen Quotenplatz für London zu erhalten.“

Die ersten Olympia-Tickets für die Spiele im kommenden Jahr gibt es bei der EM für die Sieger vom Drei-Meter-Brett und vom Turm. Dabei richten sich die deutschen Hoffnungen vor allem auf Klein (Riesa) als Titelverteidiger vom Turm und Hausding (Berlin), der in Budapest vom Dreier siegte. Der Einsatz der angeschlagenen Christin Steuer ist dagegen weiter offen.

„Das Ziel sind zwei Titel und damit zwei Quotenplätze für Olympia“, sagte der Vorsitzender der DSV-Fachsparte Wasserspringen, Walter Alt. Während bei den deutschen Meisterschaften vor gut einer Woche in Berlin Hausding nach einem Patzer in seiner Paradedisziplin nur Vierter wurde, überzeugte Klein mit einer Weltklasseleistung vom Turm. Dabei kassierte er mehrfach die Höchstnote Zehn. Zusammen können die beiden deutschen Paradespringer im Synchronwettbewerb vom Turm ihren vierten EM-Titel in Serie holen. Hier gibt es aber keine Olympia-Startplätze. „Vom Synchron-Turm springen wir um Gold“, kündigte Hausding an.

Bei den Frauen liegt die Zurückhaltung vor den Wettkämpfen im Piscina Stadio Monumentale vor allem daran, dass über einen Start von Christin Steuer erst kurzfristig vor Ort entschieden wird. Die Doppel-Europameisterin von Budapest hat sich beim Fußballspiel als Aufwärmtraining Anfang Februar das Nasenbein gebrochen. Sollte sie ausfallen, hat Synchronpartnerin Nora Subschinski (Berlin) im Einzel vom Turm noch die besten Chancen auf eine Medaille.