Stäbler überrascht: Fünfter bei Ringer-WM

Stäbler überrascht: Fünfter bei Ringer-WM

Ein Debütant hat dem Deutschen Ringer-Bund ein kaum für möglich gehaltenes Olympia-Ticket beschert. Frank Stäbler wurde bei den Weltmeisterschaften in Istanbul Fünfter in der Klasse bis 66 Kilogramm im griechisch-römischen Stil.

Der Musberger musste sich erst im Kampf um Bronze dem Koreaner Hyeon-Woo Kim geschlagen geben. Dagegen kam für den Olympia-Zweiten von Peking, Mirko Englich aus Frankfurt (Oder), das Aus im 96-Kilo-Limit bereits im Achtelfinale.

„Das war ein ganz großes Turnier, das Frank Stäbler heute gerungen hat. Es waren immerhin richtige Spitzenringer, die er bezwungen hat und selbst bei seinen Niederlagen kämpfte er auf Augenhöhe“, lobte DRB-Präsident Manfred Werner. Stäbler bezwang im Auftaktkampf Ivan Duque Arango (Kolumbien) in 2:0 Runden (4:0, 1:0). Im Achtelfinale erwies sich der Weltcupsieger von 2011, Saeid Abdvali (Iran), in zwei Runden als der Stärkere.

Da der Iraner das Finale erreichte, stand Stäbler in der Hoffnungsrunde, wo er zunächst den Polen Mateusz Wanke in 2:0 Runden (2:0, 4:0) bezwang. Im zweiten Duell warf der DRB-Ringer Darchan Bayachmedow (Kasachstan) aus dem Rennen. Im Kampf um Bronze hielt Stäbler gegen Hyeon-Woo Kim ordentlich mit, unterlag jedoch in Runde zwei aufgrund einer Entscheidung, bei der sich die Kampfrichter selbst nach mehrfachem Videobeweis nicht sicher waren, jedoch den entscheidenden Punkt an den Koreaner vergaben.

„Frank war gut drauf, ich hatte da schon die Hoffnung, dass er weit nach vorn kommt“, sagte Bundestrainer Maik Bullmann, der jedoch auch Mirko Englich in gutem Licht sah: „Gegen den Europameister Dzeinichenka war es eine Millimeterentscheidung, dann wäre auch Mirko ganz vorn dabei gewesen.“

Englich unterlag im Achtelfinale dem Europameister Tsimafei Dzeinichenka (Weißrussland) in 0:2 Runden (0:1, 2:3) und schied mit dieser Niederlage aus dem Titelrennen aus, da der Weißrusse das Finale verfehlte. Zum Auftakt hatte er den Slowaken Filip Köszeghy mit 2:0 (1:0, 3:2) bezwungen, eine Runde später siegte der Ringer aus dem Bundes-Leistungszentrum Frankfurt (Oder) über Yahia Abutabeekh (Jordanien) in 2:0 Runden (5:0 und 1:0).

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