Steffen und Co: Zahlreiche Ausfälle bei Schwimm-EM

Steffen und Co: Zahlreiche Ausfälle bei Schwimm-EM

Kurz vor den Schwimm-Europameisterschaften in Budapest häufen sich die prominenten Ausfälle. Neben Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen fehlen nun gleich drei niederländische Freistil-Sprinterinnen bei den Titelkämpfen in Ungarns Hauptstadt vom 9. bis 15. August.

Ranomi Kromowidjojo leidet an einer Hirnhaut-Entzündung, Marleen Veldhuis wurde Mutter, Inge Dekker ist nach einer Schulterverletzung nicht fit. Damit fehlen drei von vier Schwimmerinnen, die vor einem Jahr in Rom in Weltrekordzeit vor Deutschland Weltmeister mit der 4 x 100- Meter Staffel geworden waren.

Ranomi Kromowidjojo verließ am Wochenende das Krankenhaus auf Teneriffa, um gemeinsam mit ihren niederländischen Teamkolleginnen nach deren Trainingslager heimzufliegen. Auch ohne die Weltjahresbeste über 100 Meter Freistil will der niederländische Verband eine Kraul-Staffel an den Start bringen, versicherte Cheftrainer Jacco Verhaeren dem Internet-Portal „swimnews.com“.

Doppel-Weltmeisterin Britta Steffen lässt die EM wegen ihres Trainingsrückstandes aufgrund diverser Erkrankungen aus. Vor vier Jahren war auf der Budapester Margareteninsel ihr Stern mit vier EM-Titeln aufgegangen.

Auch ohne Steffen hofft der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) auf elf Medaillen der Beckenschwimmer. „Der Ausfall von Britta kostet uns sicher drei bis vier Medaillen, da muss der Rest des Teams in die Bresche springen“, sagte DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow.

Der 27-köpfige Kader der Beckenschwimmer teilt sich bei den letzten Trainingsmaßnahmen in zwei Lager. Das Gros um Doppel- Weltmeister Paul Biedermann (Halle/Saale) und Rücken- Vizeweltmeisterin Daniela Samulski (Essen) bezieht bis Freitag Quartier im DSV-Stützpunkt in Heidelberg. Sechs Lang- und Mittelstreckler sind bis 9. August im Höhentrainingslager in der spanischen Sierra Nevada.

Zum Auftakt der Schwimm-EM springen die Langstreckler am Mittwoch in die Fluten des Balaton. Rekord-Weltmeister Thomas Lurz (Würzburg) und Co sowie die Kunstspringer sollen mit den Beckenschwimmern insgesamt für 21 deutsche Medaillen sorgen.

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