Taekwondo: Wo es herkommt, was es ausmacht

Sport : Taekwondo: Wo es herkommt, was es ausmacht

Die koreanische Kampfkunst Taekwondo entstand nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ihre Wurzeln hat sie im japanischen Karate, vor allem im Shotokan-Stil.

Hintergrund ist, dass Japan von Anfang des 20. Jahrhunderts bis Kriegsende Korea annektiert hatte. Die koreanische Kultur wurde unterdrückt, und dazu gehörten auch koreanische Kampfsportarten. Die Japaner brachten ihre eigenen mit, darunter das Karate. 1955 wurde Taekwondo offiziell vom koreanischen General Choi Hong-hi gegründet. Taekwondo setzt sich aus drei koreanischen Wörtern zusammen: Tae (Fuß), Kwon (Faust) und Do (Weg). In den 1960er Jahren wurde Taekwondo auch in Deutschland populär.

Es entwickelten sich verschiedene Stile. Heute unterscheidet man vor allem zwischen zwei großen Weltverbänden beziehungsweise Stilarten, der International Taekwondo-Federation (ITF) und dem World Taekwondo (WT), bis 2017 World Taekwondo Federation (WTF). Das ITF ist klassischer, das WT ist moderner und seit dem Jahr 2000 olympisch. Das in diesem Artikel beschriebene Taekwondo ist World Taekwondo.

Stilistisch ist Taekwondo dem Karate ähnlich, insbesondere das Word Taekwondo hat sich jedoch weiterentwickelt und verändert. Dominieren beim Karate tiefe Stellungen und gerade Schläge und Tritte, so ist Taekwondo mittlerweile sehr schnell und dynamisch. Im Vordergrund stehen vor allem beim Kampf Drehtritte und Sprungtritte. Dazu kommen Handtechniken sowie am Rande Selbstverteidigungstechniken.

Wettkämpfe sind relativ taktisch und erinnern bisweilen an Fechten, da auch beim Taekwondo Sensoren zum Einsatz kommen, die Treffer registrieren. Taekwondo-Sportler fokussieren sich oft entweder auf Leistungssport (Wettkämpfe für Kampf oder Formenlauf) oder auf Breitensport (Technik-Studium und das Erlangen höherer Gürtelgrade).

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