Tennis in Luxemburg: Görges bleibt auf Kurs, Siegemund und Lottner raus

Tennis : WTA-Turnier in Luxemburg: Görges auf Kurs, Siegemund und Lottner raus

Titelverteidigerin Julia Görges ist beim WTA-Turnier in Luxemburg ins Halbfinale einzogen. Sie bezwang Rio-Olympiasiegerin Monica Puig aus Puerto Rico am Freitagabend in drei Sätzen. Für Laura Siegemund und Antonia Lottner war im Viertelfinale Endstation.

Es war bereits der dritte umkämpfte Drei-Satz-Triumph in Folge für Julia Görges beim WTA-Turnier im luxemburgischen Kockelscheuer. Gegen die Olympiasiegerin von Rio 2016, Monica Puig, erwischte die 30-jährige Deutsche am Freitagabend zunächst einen schlechten Start. Viele Bälle segelten ins Aus, der Aufschlag kam nicht so verlässlich wie noch beim Erstrunden-Sieg über Misaki Doi, als Görges 21 Asse servierte. Satz eins ging somit mit 6:1 an die Puerto Ricanerin. Doch dann drehte die Luxemburg-Titelverteidigerin auf, wurde sicherer und gewann das Viertelfinalmatch nach einer Stunde und 50 Minuten mit 1:6, 6:2 und 6:3.

Im Halbfinale am Samstag (ab 14 Uhr) trifft Görges, die im Turnier an Nummer zwei gesetzt ist, auf die Kasachin Elena Rybakina. Diese hatte im ersten Viertelfinale am Freitag im Sportcenter Kockelscheuer den überraschenden Siegeszug von Laura Siegemund gestoppt. Die 31-jährige Schwäbin (aktuelle Nummer 79 der Welt) unterlag der Kasachin (Nr. 43) in zwei Sätzen mit 0:6 und 4:6.

Im weiteren Halbfinale des mit insgesamt 250 000 US-Dollar dotierten Hallenturniers treffen am Samstag die Russin Anna Blinkova (Nummer acht des Turniers, Weltrangliste Nr.66) und die frühere French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko (Nr. 63) aufeinander. Blinkova profitierte am Freitag von der verletzungsbedingten Aufgabe ihrer Landsfrau Margarita Gasparyan, die sich beim Stand von 3:6 und 0:1 aus ihrer Sicht am Rücken behandeln ließ und das Match danach nicht fortsetzen konnte. Anna Blinkova hat im gesamten Turnierverlauf bislang nur fünf Spiele abgegeben. „Ich bin sehr glücklich über mein Spiel und dieses gute Saisonende für mich. Ich habe hart trainiert, das zahlt sich jetzt aus“, sagte die Russin nach ihrem Match.

Jelena Ostapenko besiegte in ihrem Viertelfinale die deutsche Qualifikantin Antonia Lottner glatt in zwei Sätzen mit 6:1, 6:1. Die 23-jährige Deutsche, die sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft hatte, wirkte müde und fand kein Rezept gegen das enorm druckvolle Spiel der Lettin.

Für US-Shootingstar Cori „Coco“ Gauff könnte das Turnier ein versönliches Ende haben. Im Einzel schied die 15-Jährige, die vergangene Woche ihren ersten WTA-Titel in Linz gewann, zwar in Runde eins aus. Mit ihrer Partnerin Catherine McNally (17 Jahre) steht sie jedoch am Samstag im Doppelfinale gegen Kaitlyn Christian/Alexa Guarachi (USA/Chile). „Die Fans sind toll hier. Der Platz war immer voll, wenn wir gespielt haben“, sagte Gauff zur Atmosphäre in Luxemburg. Die beiden US-Teenager waren in diesem Jahr schon zusammen erfolgreich. Im Sommer gewannen sie ihren ersten WTA-Doppeltitel in Washington. Laut Gauff wollen sie auch 2020 als Team antreten: „Wir verstehen uns gut, alles passt. Und ich möchte gern viel Doppel spielen, um mich weiter zu verbessern.“

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