Tor-„Monster“ Zeller: Auswahl-Comeback mit Treffer

Tor-„Monster“ Zeller: Auswahl-Comeback mit Treffer

Das Tor-„Monster“ ist zurück: Nach fast einjähriger Auszeit hat Christopher Zeller sein Comeback in der Hockey-Nationalmannschaft gefeiert.

„Ich bin froh, wieder dabei zu sein“, sagte der Stürmerstar, der bei der Champions Trophy in Mönchengladbach gegen Spanien in seinem 151. Länderspiel sein 135. Tor erzielte. Es war das erste offizielle Länderspiel des 25-Jährigen seit dem verlorenen EM-Finale 2009 und der freiwilligen Länderspiel-Pause. „Ich musste mich mal mehr auf mein Studium konzentrieren“, erklärte der angehende Jurist die Auszeit.

Während seine Mannschaftskollegen die WM in Indien als Zweite beendeten, büffelte Zeller für die Prüfungen an der Uni. „Jetzt habe ich endlich alle Scheine“, sagte der Angreifer von Rot-Weiß Köln. Sein nächstes Ziel: „Ich will noch vor 2012 mein Examen machen, damit ich noch einmal Olympia spielen kann.“ Nach der Goldmedaille 2008 in Peking zählt die deutsche Auswahl auch in London zu den Favoriten.

Die lange Länderspiel-Pause war, so Zeller, dringend nötig. Denn trotz seiner außerordentlich erfolgreichen Karriere könne er nicht allein vom Hockey leben, stellte er klar. „Angesichts des Aufwands ist unser Verdienst eigentlich ein Witz.“ Zweimal Training am Tag und bis zu 150 Einsätze pro Jahr sind normal. „Doch Weltmeisterschaften und Olympische Spiele sind Höhepunkte, für die sich der Aufwand lohnt. Ich bin noch hungrig auf Erfolge“, nannte der jüngere Bruder von Nationalspieler Philipp Zeller seine Motivation.

„Ich bin froh, dass er wieder da ist. Er kann uns absolut weiterhelfen“, sagte Bundestrainer Markus Weise. Dass das Comeback des schussstarken Leistungsträgers mit einer 2:3- Niederlage gegen Spanien endete, war Nebensache. Nach einer Muskelverhärtung im Oberschenkel habe dem Rückkehrer „noch die Explosivität gefehlt“, so Weise. Gegen Weltmeister Australien wartet schon der nächste Härtetest bei der Trophy.

Zeller hat einen steten Drang zum Tor, ist technisch stark und schießt weltweit die besten Strafecken. „Für uns geht es aber nicht nur darum, dass er ein paar Strafecken versenkt. Er ist einfach ein dynamischer Mittelstürmer, die perfekte Verbindung zwischen Mittelfeld und Sturm“, lobte der Bundestrainer. Während seiner Zeit beim niederländischen Club HC Bloemendaal (2006-2007) nannten sie Zeller deshalb das „Monster“.