Triathlon: Deutsche ohne Chance bei Sprint-WM

Triathlon: Deutsche ohne Chance bei Sprint-WM

Die deutschen Triathleten sind bei den Weltmeisterschaften über die Sprint-Distanz leer ausgegangen. Die beste Platzierung erreichte in Lausanne Jonathan Zipf aus Saarbrücken mit Platz sieben. Christian Prochnow aus Witten wurde immerhin noch Neunter.

Die Frauen verpassten die Top Ten-Ränge. Anja Dittmer aus Neubrandenburg bestätigte aber mit dem zwölften Platz ihre gute Form. Svenja Bazlen wurde 14. vor Rebecca Robisch. Olympiasieger Jan Frodeno musste kurz vor dem Start passen. Der Saarbrücker sagte seine Teilnahme wegen eines grippalen Infekts ab.

Die Titel holten sich der Brite Jonathan Brownlee und die Chilenin Barbara Riveros Diaz. Wie schon im Vorjahr setzte sich der 21-jährige Brownlee nach 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen durch. Er verwies den Spanier Javier Gomez, Weltmeister über die doppelt so lange olympische Distanz, auf Rang zwei. Dritter wurde Brownlees zwei Jahre älterer Bruder Alistair.

„Das war ein hartes Rennen. Vom ersten Meter an wurde Gas gegeben“, sagte der 25 Jahre alte Zipf nach seinem starken siebten Platz. Patzer bei den Wechseln hatten möglicherweise eine noch bessere Platzierung verhindert. Zufrieden konnte Sportdirektor Wolfgang Thiel von der Deutschen Triathlon Union auch mit Christian Prochnow als Neunter sein. Dagegen verpassten Maik Petzold aus Bautzen als 17., Vize-Weltmeister Steffen Justus aus Schramberg als 26. und Georg Buchholz aus Potsdam, im vergangenen Jahr noch WM-Sechster, als 36. deutlich die Plätze unter den besten Zehn.

Ebenso wie bei den Männern entschied sich auch bei den Frauen der Titelkampf erst auf den letzten 400 Metern. Die 24-jährige Riveros Diaz setzte sich entscheidend von der Australierin Emma Jackson ab. Die Neuseeländerin Andrea Hewitt sicherte sich den dritten Platz.

Olympiasieger Frodeno war indes zum Zuschauen verurteilt. Nach einem Test am Vormittag hatte er eingesehen, dass es keinen Sinn ergab, mit einem grippalen Infekts zu starten. Schon seit Beginn der Woche war der Saarbrücker, der am Donnerstag seinen 30. Geburtstag gefeiert hatte, angeschlagen. Er will nun beim WM-Finale am 10. September in Peking dabei sein. Das Ergebnis der Sprint-WM zählte auch für die Gesamtwertung der WM-Serie über die olympische Distanz. Insgesamt besteht die World Championship Series aus sieben Rennen. Beste Chancen auf die WM-Titel haben die Gesamtführenden Alistair Brownlee und Helen Jenkins aus Großbritannien.

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