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Trier: Ein Code löst die Zettelwirtschaft ab

Sport : Ein Code löst die Zettelwirtschaft ab

Fußball-Schiedsrichter hat System entwickelt, wie Vereine in der Corona-Phase noch besser mit den besonderen Vorgaben zurechtkommen können.

Als Fußball-Schiedsrichter weiß Gregor Demmer, wo die Vereine der Schuh drückt. „Gerade die behördlichen Vorgaben in der Corona-Phase verlangen den Clubs einiges ab“, sagt der 31-jährige Trierer, der für den FSV Trier-Tarforst an den Start geht und Spiele bis hinauf zur Rheinlandliga pfeift.

Hygienekonzepte für die Sportanlagen mit getrennten Ein- und Ausgängen, verschiedene Zonen und Möglichkeiten zur Desinfektion fordern die Vereine voll. „Als wir nach dem Altherrentraining in Tarforst mal zusammensaßen, wurde mir im Gespräch mit einem Vereinskollegen deutlich, was auch und gerade die Vorgaben zur Kontaktnachverfolgung für die Clubs für einen Aufwand bedeuten“, berichtet Demmer. Nachdem er mit seinem Geschäftspartner Johannes Nicknig von der Saarburger Agentur Euresa bereits ein Einlasskonzept für regionale Schwimmbäder erstellt hatte, passte er die Strukturen auf Fußballvereine an.

Die ersten Erfahrungen mit dem „Euresa-Vereinsticket“ bei Spielen von Senioren- und Jugendteams in Tarforst waren überaus positiv, wie FSV-Finanzvorstand und -Geschäftsstellenleiter Dominik Lay bestätigt: „Dadurch kommt es am Eingang zu keinen Wartezeiten und Schlangen, wenn Zuschauer per Hand ihren Namen, die Anschrift und Telefonnummer  eintragen. Außerdem liegen uns die Daten in leserlicher Form vor und sie entsprechen den aktuellen Datenschutz-Bestimmungen.“

Und so geht’s: Bei der Bestellung eines Tickets per Internet von zu Hause aus gibt man seine Kontaktdaten in eine Maske ein. Anschließend wird das Ticket per Mail an den Besucher gesendet. Er kann dann die Karte vor dem Betreten der Sportanlage ausdrucken oder digital auf seinem Smartphone vorzeigen. Auf dem Ticket ist ein QR-Code abgebildet, der am Eingang  kontaktlos abgescannt wird. „Als Verein braucht man dazu nur ein Gerät mit einem Android-Betriebssystem“, erklärt Lay. Auch an Personen, die eventuell über kein Handy verfügen, ist gedacht: Hier können die Daten über die Geschäftsstelle aufgenommen werden. Der Verein gibt dann separat und vor Ort QR-Codes aus. „Das System hält den Verein am  Spieltag auch immer auf dem Laufenden, wie viel Leute auf der Anlage sind und ob eventuell die aktuell zulässige Höchstzahl von 350 Zuschauern erreicht ist“, nennt Demmer einen weiteren Vorteil des Vereinsticket-Systems.

Dank der eigenen IT-Kapazitäten der schwerpunktmäßig auf die Vermittlung von Kreuzfahrten ausgerichteten Agentur und technischem Know-how bieten er und seine Mitarbeiter weiteren Fußballclubs und Verbänden Hilfe bei der Organisation der Heimspiele in Corona-Zeiten an – und nicht nur das: „Wir stehen etwa auch mit einem Verein aus der Frauen-Basketball-Bundesliga in Verhandlungen.“ Das Angebot finden Sie hier.