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Trier: Junge Footballer sollen mit neuem Konzept durchstarten

American Football : Neues Konzept, klarer Plan: Junge Footballer sollen durchstarten

Landestrainer Christian Meinecke will die Landesauswahl für den Bundesvergleich fit machen. Talente der Trier Stampers, aber auch Quereinsteiger sind willkommen.

Nach dreijähriger Abstinenz will Rheinland-Pfalz im American Football mit seinem Team, den Legionnaires, wieder zum Angriff blasen: Die neuformierte U18-Landesjugendauswahl mit Spielern im Alter von 17 bis 19 Jahren soll ab 2022 Wettkämpfe bestreiten.

Als Bestätigung für das große Engagement in der Nachwuchsförderung der rheinland-pfälzischen Footballvereine sieht Cheftrainer Christian Meinecke die Bemühungen des Landesverbandes, die U18-Auswahl neu zu beleben: „Die Jugendlichen werden in ihren Heimatvereinen bereits auf ein gutes Level gebracht“, berichtet Meinecke, „das wollen wir als Anknüpfungspunkt für weitergehende Leistungssteigerungen nutzen.“

Eine frühzeitige und nachhaltige Athletenförderung ist sein Hauptziel. „Ich will nicht nur eine Auswahl für ein Turnier finden“, erklärt er: „Die jungen Footballer sollen sich fortlaufend als die Besten ihres Bundeslandes beweisen können und die Auswahl wieder ein Sprungbrett für die Nationalmannschaft sein“.

In einem A- und einem B-Klassen-Turnier spielen die Landesauswahlen Deutschlands einmal jährlich in jeweils zwei Gruppen. „Die Gewinner der beiden B-Gruppen sowie die beiden Letzten des A-Turniers treten noch mal gesondert gegeneinander an und kämpfen um den Auf- oder gegen den Abstieg“, erklärt Meinecke.

Im Zuge von vier Sichtungstrainings will der 37-Jährige seine Mannschaft für den Re-Start 2022 zusammenstellen. „Im Frühjahr sind zunächst zwei Camps geplant“, erklärt Meinecke. Alle Spieler können hieran teilnehmen. Das erste Camp ist für 27. Februar 2021 in Montabaur geplant.

Die Vereine werden angeschrieben. Außerdem werden sämtliche Termine auf der Facebookseite kommuniziert (Legionnaires Rheinland-Pfalz). Grundsätzlich kann sich jeder Interessierte anmelden, „allerdings sollten sie schon gut auf ihrer Position sein und unter anderem Spielverständnis, Fitness und den Willen mitbringen, sich weiterzuentwickeln“, sagt Meinecke.

Außerdem werde man während des Ligabetriebs Spieler in den Vereinen beobachten, so der Cheftrainer weiter. Im September kommenden Jahres solle es dann zwei Try-outs geben. Meinecke: „Gerade das Erste soll es Jugendlichen, die vorher an den Sichtungsterminen verhindert waren, oder die keine Chance bekamen sich in der Liga zu empfehlen, ermöglichen sich vorzustellen. Am zweiten Try-out werden dann nur noch eingeladene Spieler teilnehmen.

Zudem sollen vier Stützpunkte eingerichtet werden. Hier sollen die verschiedenen Akteure verschiedener Positionen mindestens einmal im Monat zusammenkommen und trainieren. Vor dem Turnier im übernächsten Jahr solle es dann noch zwei bis drei vorbereitende Camps mit der gesamten Mannschaft der Legionnaires geben. Der Stützpunkt für interessierte Spieler aus der Region Trier liegt nach Angaben Meineckes voraussichtlich im Saarland. Mit der dortigen Landesjugendauswahl habe früher schon einmal eine Spielgemeinschaft bestanden. „Zur Zeit führen wir diesbezüglich noch Gespräche, aber die Zeichen stehen gut für einen erneuten Zusammenschluss der Länder.“

Früher Trier Stampers, jetzt Landesauswahltrainer: Christian Meinecke . Foto: Hanna Kother

Meinecke ist im September mit seinen Vorstellungen im Bewerbungsverfahren um die Position als Headcoach der Legionnaires angetreten. Gleich gegen mehrere Mitbewerber hat sich der Wahl-Longuicher im Auswahlverfahren durchgesetzt und inzwischen ein Team aus elf weiteren Trainern um sich versammeln können. Zuvor hatte er die Herrenmannschaft bei den Trier Stampers, dem einzigen American-Football-Team in der Region, als Trainer der Offensive unterstützt. Und auch für seine neue Mannschaft hofft er jetzt auch auf junge Spieler von der Mosel: „Die Stampers betreiben seit Jahren eine gute Jugendarbeit. Wenn die jungen Spieler hoch zu uns in die erste Mannschaft kamen, haben sie stets eine gute Ausbildung vorweisen können.“