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Trier: Zu statisch und ungenau: Gladiators kassieren Heimpleite

Basketball : Zu statisch und ungenau: Gladiators kassieren Heimpleite

Nächster Rückschlag für die Gladiators Trier im Rennen um einen Playoff-Platz in der 2. Basketball-Bundesliga. Im Vergleich mit dem Tabellennachbarn aus Schwenningen gab es eine 65:77-Heimniederlage. Die personellen Ausfälle waren ein zu großer Ballast, und erneut wurde den Moselanern die schwache Wurfausbeute zum Verhängnis.

Exakt einen Monat nach dem Hinspiel in der Neckarstadt, das die Gladiators knapp mit 74:72 gewonnen hatten, erwischten die Panthers den besseren Start, lagen nach gut vier Minuten mit 9:2 vorne. Trier fehlte es an Struktur im Spiel. Die Treffsicherheit der Hausherren ließ sehr zu wünschen übrig. Der einzige Dreier (von sieben Versuchen in den ersten zehn Minuten) gelang Rupert Hennen aus Sicht der Gladiators, bei denen die wiedergenesenen Austin Wiley und Jonathan Dubas im Kader waren. Im Aufgebot fehlte überraschend Kalidou Diouf. Ihm würden die Gladiators für einen Vereinswechsel keine Steine in den Weg legen. Der erst im Sommer aus Rostock verpflichete Center passe nicht ins Konzept: „Wir brauchen Spieler mit Invictus-Mentalität“, sagte Trainer Marco van den Berg nach der Partie - und schob nach: „Das ist kein Vorwurf an Kalidou. Er ist einfach zu schade, um bei uns auf der Bank zu sitzen.“

Mit 14:18 ging es ins zweite Viertel. Schwenningen verteidigte gut und profitierte von der mangelnden Konzentration und fehlenden Bewegung im Spiel der Trierer. Langsam kämpften sie sich im zweiten Viertel aber heran. In der 16. Minute dann erstmals der Ausgleich für die Gladiators, als Rupert Hennen einen Korbleger verwandelte (24:24).

Klare Vorteile hatte die Mannschaft von Gästecoach Alen Velcic – in seiner Studentenzeit Anfang der neunziger Jahre spielte er für den TVG Trier in der Bundesliga – in der Dreierquote. Als Robin Jorch in der 17. Minute traf, war es bereits der sechste erfolgreiche Versuch der Panthers aus der Distanz. Für Trier stand bis dahin weiter nur einer zu Buche. Bis zur Halbzeit hübschten Kevin Smit und Chase Adams die Dreierbilanz aber auf.

Nach 20 Minuten lagen Velcics Schwenninger mit 34:32 vorne. Sie ließen den Ball besser durch die eigenen Reihen laufen, ihr Spiel wirkte flüssiger. Bei Trier blieb es oft zu statisch, gerade Adams hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Und trotzdem: Der Korbleger von Thomas Grün bedeutete die erstmalige Führung der Gladiators (37:36, 22.). Es war jetzt ein enges Duell, in dem sich bei Trier Matt Freeman mit Rückenproblemen herumplagte. Mit einer Vier-Körbe-Führung im Rücken gingen die Panthers aus dem Schwarzwald ins Schlussviertel.

Bissig und konsequent startete Schwenningen in die finalen zehn Minuten, lag in der 33. Minute gar mit 65:54 vorne. Von dem schwachen Start erholte sich das in dieser Phase defensiv fahrige Trier nicht mehr.

Abgebrüht brachten die Gäste das Spiel zu Ende. Die Dreierquote machte auch unterm Strich den großen Unterschied zwischen beiden Kontrahenten aus: Trier traf nur bei fünf von 26 Versuchen, Schwenningen war elf Mal erfolgreich (bei 28 Würfen). Da half auch der klare Vorteil der Gladiators bei den Rebounds (44:26) nichts.

Weiter geht es für die Gladiators bereits am Mittwoch. Ab 19.30 Uhr steht dann das Auswärtsspiel in Bremerhaven auf dem Plan, ehe bereits eine Woche später in der durch Corona-Fälle und Quarantänen so durchgeschüttelten ProA-Saison bereits das Rückspiel in der Arena stattfindet. Dazwischen geht es für Marco van den Berg und seine Mannen am kommenden Sonntag nach Tübingen.

Römerstrom Gladiators Trier – wiha Panthers Schwenningen 65:77

Spiel nach Vierteln: 14:18, 18:16, 22:24, 11:19

Punkte Trier: Wiley 11, Adams 11, R. Hennen 10, Grof 7, Smit 8, Nortmann 7, Freeman 3, Grün 4, Dubas 4

Beste Schützen Schwenningen: Stockard 19, Edwardsson 14, Niedermanner 13, Jorch 10, Britt 9, Pipiras 8, Teichmann 4