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„Vereintes“ Korea gewinnt Tischtennisturnier

Doha (dpa). Bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt seit 20 Jahren haben Tischtennisprofis aus Nord- und Südkorea in Doha (Katar) den „Peace and Sport Cup“ gewonnen.

Ryu Seung Min (Südkorea) und Kim Hyok Bong (Nordkorea) setzten sich im Endspiel mit 3:0 gegen Fan Yiyong/Grigory Vlasov (USA/Russland) durch, wie der Weltverband ITTF mitteilte.

„Ich freue mich besonders, dass ich mit einem Partner aus Nordkorea gewonnen habe“, sagte Ryu, der Olympiasieger von 2004. „Ich hoffe, wir werden weitere Chancen bekommen, zusammen zu spielen.“ Auch der Vorsitzende des südkoreanischen Tischtennis-Verbandes, Yang Ho Cho, betonte die politische Dimension des Turniers. „Ich glaube, fest daran, dass Sport Grenzen durchbrechen kann“, erklärte er.

Vor 40 Jahren hatte die sogenannte „Ping-Pong-Diplomatie“ einen entscheidenden Beitrag zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und China in Zeiten des Kalten Krieges geleistet.