Volleyball: Friedrichshafen droht „Katastrophe“

Volleyball: Friedrichshafen droht „Katastrophe“

Die Erinnerung an den 26. März 2011 sorgt noch immer für Gänsehaut. Vor der Rekordkulisse von 8045 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle besiegte der SCC Berlin in der Volleyball-Bundesliga den Serienmeister VfB Friedrichshafen mit 3:1.

Am 4. Mai treffen beide Mannschaften an gleicher Stelle im zweiten Playoffspiel um die deutsche Meisterschaft erneut aufeinander. „Wenn der VfB nicht deutscher Meister wird, ist das für die doch eine Katastrophe“, stichelte Berlins Trainer Mark Lebedew, dessen Mannschaft in der Serie „Best of five“ mit 0:1 zurückliegt. „Die Chancen für das zweite Spiel liegen bei 50:50 - allerdings mit leichter Tendenz für uns, weil wir zu Hause spielen und von unserem Publikum gepusht werden“, sagte Lebedew, dessen Team in Friedrichshafen 1:3 verloren hatte. „Das Publikum kann ausschlaggebend sein, denn man hat ja in Friedrichshafen gesehen, dass beide Mannschaft leistungsmäßig nicht weit voneinander entfernt sind. Wir haben dort über weite Strecken bewiesen, dass wir keineswegs nur die zweitbeste Mannschaft sind.“

„Das Spiel in Berlin wird hart“, prophezeite Friedrichshafens Kapitän Joao José. „Wir haben das erste Spiel gewonnen. Das war wichtig“, betonte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Jetzt haben wir es selbst in der Hand, um nachzulegen.“ Gelingt den Friedrichshafenern ein Sieg, hätten sie den ersten Matchball und könnten an diesem Samstag in eigener Halle die siebte deutsche Meisterschaft in Serie perfekt machen.

Berlins Manager Kaweh Niroomand geht von einem engen Spiel aus: „Unserer Abstand zu Friedrichshafen ist nicht mehr so groß, wie er mal war. Das macht mich zuversichtlich für den weiteren Verlauf der Finalserie.“ Sollte Berlin auch das zweite Spiel verlieren, ist für Kapitän und Zuspieler Jaroslav Skach noch keine Vorentscheidung gefallen: „Auch dann geben wir die Hoffnung nicht auf. Vorbei ist es erst, wenn eine Mannschaft drei Spiele gewonnen hat.“

Einen zusätzlichen Anreiz hat Berlins Manager bereits ausgelobt - die Meisterprämie. „Wir haben vor dem Viertelfinale gegen Bottrop eine Prämie ausgesetzt. Die ist erfolgsabhängig gestaffelt, das Geld wandert komplett in die Mannschaftskasse. Wir wollten dadurch noch einmal den Teamgeist fördern“, erklärte Niroomand. Wie hoch der Bonus ist, wollte er nicht verraten, ließ aber durchblicken: „Davon können die Spieler schon ein paar Abende durch Berlin ziehen.“

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