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Wasserballer landen gegen Spanien ersten EM-Sieg

Wasserballer landen gegen Spanien ersten EM-Sieg

Die deutschen Wasserballer haben ihre Chance auf den Einzug in die Medaillenrunde bei den Europameisterschaften in Eindhoven gewahrt. Nach zwei Niederlagen gab es nun im dritten Spiel gegen Spanien den ersten Sieg.

Nach dem 16:10 (4:2,5:4,4:2,3:2) kann das Team von Bundestrainer Hagen Stamm noch in die Runde um die Plätze eins bis sechs einziehen. Die letzte EM-Medaille für Deutschland hatte es 1995 in Wien mit Bronze gegeben.

Tobias Kreuzmann und Kapitän Marc Politze (Spandau) waren mit je vier Treffern am erfolgreichsten. Außerdem trafen Paul Schueler (Duisburg/2), Moritz Oeler (2), Erik Bukowski (beide Spandau/2), Julian Real (Duisburg/1) und Tim Wollthan (Uerdingen/1).

Dabei konnte Deutschland nur mit zwölf Spielern antreten. Stamm-Keeper Alexander Tchigir (Spandau) musste wegen einer leichten Grippe und 38 Grad Fieber zuschauen. „Das war natürlich ein schwerer Schock für uns“, sagte Stamm. Zumal Vertreter Roger Kong (Hannover) ebenfalls erkältet war - doch der ließ sich nichts anmerken. „Wir wussten, was er kann und haben uns gar nicht mit dem Ausfall von Alexander Tchigir beschäftigt“, sagte der Duisburger Julian Real.

„Ein angeschlagener Tiger ist immer ein gefährlicher Tiger“, meinte Stamm und betonte: „Spanien hatte heute keine große Chance.“ Sein Hauptaugenmerk liegt allerdings auf der Olympia-Qualifikation, die vom 1. bis 8. April im kanadischen Edmonton stattfindet. Für das dortige Turnier werden in Eindhoven fünf Plätze vergeben.

„Sogar Rang neun würde demnach reichen“, rechnete der ehemalige Nationalspieler aus. Weltmeister Italien sowie Serbien, Kroatien und Ungarn sind bereits für Olympia qualifiziert. Mit dem Spiel gegen Europameister Kroatien stehen die Deutschen am Samstag wieder vor einer schweren Aufgabe.