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Trainer von Eintracht Trier: Von Paul Janes über Paul Linz bis Mario Basler

Eintracht Trier : Eintracht Trier und die Trainer: Ein kleiner Streifzug

(AF) Ein nicht nur für den Übergang geholter Eintracht-Trier-Trainer, der ohne Niederlage den Verein verließ? Da gab es nicht viele, Dragoslav Stepanovic war aber auch nicht der einzige.

Als Roland Seitz im Sommer 2006 zum ersten Mal in Trier anheuerte, blieb er in sechs Spielen ungeschlagen und wurde dann vom Zweitligisten SC Paderborn abgeworben. Seitz’ Nachfolger Marco Pezzaiuoli blieb nur für fünf Oberliga-Spiele in Trier (sein Einstand: eine 5:6 (!)-Niederlage in Wirges). Er wurde aber 2009 als DFB-Trainer U19-Europameister mit Spielern wie Mario Götze, Shkodran Mustafi und Marc-André ter Stegen, zudem trainierte er kurzzeitig und mit mäßigem Erfolg den Bundesligisten Hoffenheim.

Trainer, die schon Bundesligisten gecoacht hatten, bevor sie nach Trier kamen? Gibt’s auch. In guter Erinnerung dürfte vielen Eintracht-Trier-Fans noch Udo Klug Anfang der 90er geblieben sein, in der Bundesliga hatte er Frankfurt, Nürnberg und Homburg trainiert. In Trier beendete er seine Trainerkarriere 1995, im Alter von 67 Jahren. Sein Nachfolger wurde 1995 Horst Wohlers, der zuvor auch Erstligisten trainiert hatte (Uerdingen, St. Pauli). Auch Hans-Dieter Roos (1977/78) war zuvor kurzzeitig Bundesliga-Cheftrainer (Frankfurt). Der mit Abstand erfolgreichste Co-Trainer mit langer Trierer Historie ist Arno Michels, der aktuell weiterhin mit Chelsea (und unter Thomas Tuchel) ungeschlagen in der Premier League ist. Das bekamen am Donnerstagabend auch Jürgen Klopps Liverpooler beim 0:1 in Anfield zu spüren. Ein Klopp-Team zu schlagen ist für Michels aber auch kein Novum – das schaffte er schon 2003 unter SVE-Aufstiegs-Trainer Paul Linz in der zweiten Liga: Damals gab es im Trierer Moselstadion ein 2:1 gegen Mainz.

Weitere bekannte Namen in der Trierer Trainerhistorie. Nationalspieler und Düsseldorf-Legende Paul Janes trainierte die Eintracht, Mario Basler gelangen Überraschungen im DFB-Pokal, wie vorher schon Paul Linz sowie Karl-Heinz Emig in der Saison 1997/98 (Schalke, Dortmund, dann das hauchdünn verpasste Pokal-Finale).

Dass Trier auswärts (!) einen amtierenden Pokalsieger schlägt, wird sich so schnell auch nicht wiederholen. Das gelang der Eintracht 1985 in Uerdingen unter Trainer Horst Brand  mit einem 3:0-Erfolg im Wiederholungsspiel.