| 08:53 Uhr

Tunis
Tunesien verbietet Israelis Teilnahme an Taekwondo-WM

Tunis. Ein tunesisches Gericht hat vier israelischen Athleten die Teilnahme an den Taekwondo-Weltmeisterschaften der Junioren verweigert. Das Urteil verbiete es, die israelischen Athleten einzuladen, teilte ein Gerichtssprecher gestern mit. Eine anti-israelische Organisation in Tunesien hatte zuvor Klage gegen die Teilnahme der israelischen Sportler eingereicht. Eine Einladung verstoße gegen die tunesische Verfassung, die eine Unterstützung der Palästinenser verlange, hieß es in einer Mitteilung der anti-israelischen Allianz. Tunesien hat offiziell keine diplomatischen Beziehungen zu Israel.

Ein tunesisches Gericht hat vier israelischen Athleten die Teilnahme an den Taekwondo-Weltmeisterschaften der Junioren verweigert. Das Urteil verbiete es, die israelischen Athleten einzuladen, teilte ein Gerichtssprecher gestern mit. Eine anti-israelische Organisation in Tunesien hatte zuvor Klage gegen die Teilnahme der israelischen Sportler eingereicht. Eine Einladung verstoße gegen die tunesische Verfassung, die eine Unterstützung der Palästinenser verlange, hieß es in einer Mitteilung der anti-israelischen Allianz. Tunesien hat offiziell keine diplomatischen Beziehungen zu Israel.

Die Juniorenweltmeisterschaft im Taekwondo findet vom 6. bis 12. April im tunesischen Badeort Hammamet statt. Mehr als 1500 Gäste aus 156 Nationen sind nach Veranstalterangaben dazu eingeladen worden. Auch 17 deutsche Taekwondo-Junioren werden teilnehmen.

Der Leiter des tunesischen Taekwondo-Verbandes, Ahmed Gaaloul, hatte lokalen Medien zuvor erklärt, die israelischen Athleten würden nicht teilnehmen, weil sie Anmeldepapiere nicht eingereicht hätten. Es ist nicht das erste Mal, dass israelische Sportler von Sportveranstaltungen in muslimischen Ländern ausgeschlossen werden. Im Dezember vergangenen Jahres konnte das israelische Schach-Team zum Beispiel nicht an der WM in Saudi-Arabien teilnehmen, weil die Spieler keine Visa erhalten haben.

(dpa/RP)