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Wegen Corona: Kein Handball in der Region Trier

Reißleine gezogen : Corona-Sorgen: Kein Handball und viele Fragen, wie die Vereine mit den neuen Regeln umgehen

Corona wirbelt die Spielpläne durcheinander: Der Handballverband hat bereits alle Spiele am Wochenende abgesetzt. Noch unklar ist, wie sich die neuen Corona-Maßnahmen auf das Heimspiel von Basketball-Zweitligist Gladiators Trier auswirken werden.

Wegen der Corona-Pandemie und aufgrund neuer Regeln zieht der Handballverband Rheinland die Reißleine. In seinem Verantwortungsbereich sind alle Partien am kommenden Wochenende sowohl bei den Erwachsenen als auch in Jugend abgesetzt worden. Wie und wann die Saison danach fortgesetzt wird, soll in der nächsten Woche im Rahmen einer Video-Konferenz besprochen werden.

Begründet wird die Spieltagabsetzung mit der  „pandemischen Situation mit steigenden hohen Inzidenzen“. Ausschlaggebend ist letztlich die Ankündigung, dass  in Rheinland-Pfalz ab Samstag auch im Hallensport auf die sogenannte 2G-plus-Regel umgestellt wird. Das heißt: Die Sportausübung im Innenbereich ist nur noch für Geimpfte und Genesene möglich, die zusätzlich ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorweisen können. Ausnahmen gelten für Minderjährige.

„Viele Vereine haben sich gemeldet und sich skeptisch geäußert, wie die Testpflicht und -kontrolle in der Praxis umgesetzt werden soll“, sagte HVR-Geschäftsführer Hermann Josef Häring auf TV-Anfrage.

Vertreter des Basketballverbands Rheinland-Pfalz werden nach Auskunft seines Präsidenten Marco Marzi aus Trier am Donnerstagabend mit den Bezirken konferieren, um über den Fortgang der Saison und eine einheitliche Linie zu befinden. „Es gibt Vereine, die sagen, sie haben keine Lust, das alles zu stemmen“, berichtet Marzi. Hinzu kämen ungeklärte Fragen: Wie sei beispielsweise mit einem Spieler zu verfahren, der in der Regionalliga als Mini-Jobber aufläuft – gilt für ihn 3G (am Arbeitsplatz) oder 2G-plus (beim Sport im Innenbereich)?

Im Tischtennisverband Rheinland/Rheinhessen dauern die Beratungen nach Auskunft von Präsident Felix Heinemann noch an: „Die Tendenz geht dahin, den letzten Hinrundenspieltag am Wochenende stattfinden zu lassen“, teilte er gestern dem TV mit.

Für Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier stehen in diesem Jahr noch zwei Heimspiele auf dem Programm – das erste davon am Sonntag gegen Itzehoe (17 Uhr). Die Gladiators setzen schon seit Saisonbeginn auf die 2G-Regelung, Zutritt haben also nur Geimpfte und Genesene. Gladiators-Pressesprecher Alex Lessenich konnte am Mittwoch noch nicht sagen, ob es für das Spiel am Sonntag weitere Einschränkungen geben wird. „Wir haben aktuell noch keine Infos von der Landesregierung, was ab dem 4. Dezember umzusetzen sein wird. Wenn wir mehr wissen, werden wir das entsprechend anpassen.“

Beim Fußball-Oberligisten Eintracht Trier werden die erwarteten neuen Regeln wohl keine großen Auswirkungen haben, schließlich ist Fußball Freiluftsportart. Schon jetzt gelten bei Heimspielen im Moselstadion die 2G-Regel und die Maskenpflicht. Im letzten Heimspiel in diesem Kalenderjahr am 11. Dezember gegen Hassia Bingen dürfte mit Blick auf den Vip-Raum, der einer Gastronomie gleichzusetzen ist, allerdings 2G-plus greifen. „Wir beraten zurzeit darüber, wie wir das am besten umsetzen“, sagte SVE-Geschäftsstellenleiter Björn Berens. Eine Begrenzung der Zuschauerkapazität dürfte die Eintracht indes nicht treffen. Das Moselstadion fasst gut 10 000 Zuschauer, selbst bei einer Kappung auf ein Drittel bliebe noch genügend Platz für die SVE-Anhänger.

In den meisten Ligen des Fußballverbandes Rheinland (FVR) – sowohl, was die Jugend als auch, was die Senioren angeht – ist bereits die Winterpause angebrochen. Dort, wo an diesem oder am nächsten Wochenende noch Spiele anstehen, etwa in der Rheinlandliga und der Bezirksliga, sieht der FVR auch nach Bekanntwerden der neuesten, ab Samstag geltenden verschärften Vorgaben zumindest für die Aktiven keine Veränderungen. Was den Zutritt für Zuschauer unter 2G-Bedingungen angeht, seien die Vereine wie bisher gefragt, die Nachweise zu kontrollieren.