Wer pöbelt, muss fliegen!

Kostenpflichtiger Inhalt: Meinung : Wer pöbelt, muss fliegen!

Als Fan, Spieler, und besonders als Schiedsrichter hat man oft das Gefühl, die Sportanlage sei ein rechtsfreier Raum. Da wird munter beleidigt und gemault. Dass es im Fußballverband Rheinland noch nicht zu solch schrecklichen Fällen wie im Saarland kam, ist pures Glück.

Wo Beleidigungen toleriert werden, verwischen die Grenzen zu körperlicher Gewalt. Besonders die Vereine sind in der Pflicht, Schiedsrichter zu schützen. Das funktioniert nur, wenn den Tätern ernsthafte Konsequenzen drohen. Im Senioren- und besonders im Jugendbereich.

Wenn Eltern oder Fans den Schiedsrichter oder gegnerische Spieler beleidigen, dann müssen sie das Gelände verlassen. Basta. Toleriert man ein solches Verhalten als Verein, suggeriert man den kleinen Kickern, dass beleidigen und pöbeln zum Sport dazugehört. Der Nachwuchs trägt diese sogenannte Meinung dann in den Seniorenbereich. Verteidigende Sprüche wie:  „Das war doch schon immer so“, und „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen“ verstärken das Problem.

Also, liebe Vereine: Greift durch! Egal, ob langjähriges Mitglied, Edel-Fan, Spielervater, Rentner oder Jugendlicher – wer beleidigt und auffällig wird, muss fliegen. Damit tut ihr Schiedsrichtern einen riesigen Gefallen. Und euch selbst, denn Strafen können teuer werden.

c.thome@volksfreund.de

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