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Stadtwerke Trier präsentieren Details ihres Kraftwerksprojektes

Die Simulation zeigt das bei Ensch gelegene untere Speicherbecklen des an der Mosel geplanten Pumpspeicherkraftwerks der SWT.. Ein 60 Meter hoher Damm schließt das Becken ab.
Die Simulation zeigt das bei Ensch gelegene untere Speicherbecklen des an der Mosel geplanten Pumpspeicherkraftwerks der SWT.. Ein 60 Meter hoher Damm schließt das Becken ab. FOTO: Grafik/SWT
Schweich/Trier. Mit einem riesigen Pumpspeicherkraftwerk (PSKW) auf den Moselhöhen zwischen Schweich und Ensch (Kreis Trier-Saarburg) wollen die Stadtwerke Trier (SWT) die steigende regionale Stromerzeugung aus Wind und Sonne optimieren.

Das geplante PSKW wäre in der Lage, die oft schwankende Energieausbeute der Wind- und Sonnenkraftwerke auszugleichen: Bei Überproduktion und geringer Nachfrage wird mit dem überschüssigen Strom Wasser von einem unteren in ein oberes Speicherbecken gepumpt. Der in der Höhe gespeicherte Wasservorrat dient bei hoher Nachfrage zur zusätzlichen Stromerzeugung.

In Schweich haben die SWT nun erste Details ihrer Planung präsentiert: Rund 300 Megawatt beträgt die Gesamtleistung. Die beiden Becken können jeweils rund sechs Millionen Kubikmeter Wasser speichern (zum Vergleich: der Riverisstausee hat fünf Millionen Kubikmeter). Die Fläche des Oberbeckens umfasst rund 70 Hektar (sieben Fußballfelder), das in einem Moselseitental gelegne Unterbecken misst rund 45 Hektar. Dieses Unterbecken wird talabwärts von einem 60 Meter hohen Damm abgeschlossen. Der im geplanten PSKW gespeicherte Energievorrat reicht aus, um rund 500 000 Menschen mit Strom zu versorgen.

Die SWT rechnen mit einer Investitionssumme von rund 400 Millionen Euro. Es ist angedacht, auch Kommunen und Privatpersonen am Projekt zu beteiligen. Zurzeit werden die Genehmigungsverfahren vorbereitet. Die Planer hoffen mit dem Baubeginn im Jahre 2015 und einer Fertigstellung bis spätestens 2020. (f.k.)