Städteplaner blicken bis 2025 in die Zukunft

In den kommenden Monaten werden Architekten sowie Landschafts- und Verkehrsplaner des Büros Albert Speer & Partner Traben-Trarbach unter die Lupe nehmen. Ihr Auftrag: Sie sollen bis Ende dieses Jahres ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept erstellen. Ein entsprechender Vertrag wurde gestern unterzeichnet.

Traben-Trarbach. Wie kann die Stadt Traben-Trarbach in 15 Jahren aussehen? Eine Antwort darauf soll ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept geben, das Experten des Frankfurter Planungsbüros Albert Speer & Partner (AS&P) erstellen. Das Gutachten kostet 160 000 Euro, 80 000 Euro zahlt das Land, knapp 40 000 Euro die Verbandsgemeinde und 40 000 Euro die Stadt. Der Stadtrat hatte in seiner Dezember-Sitzung diesen Beschluss gefasst. Der VG-Rat Traben-Trarbach beschloss am Mittwochabend einstimmig, der Stadt 39 270 Euro für ein Verkehrskonzept zu überweisen, das Bestandteil des Speer-Gutachtens sein wird.

Städtebauarchitekt Stefan Kornmann erläuterte die Vorgehensweise: In einer Erkundungsphase werden unter anderem die demografischen, wirtschaftlichen, baulichen und verkehrstechnischen Gegebenheiten analysiert. Dann folgt der Entwurfsprozess, in dem Ideen entwickelt werden. Dabei sollen auch die Bürger eingebunden werden. Kornmann: "Wir wollen keine Überflieger sein, sondern brauchen auch die Erfahrung und das Wissen der Menschen vor Ort." Noch vor den Sommerferien werde es ein Bürgerforum geben. Schließlich werden im Herbst Ergebnisse vorgestellt, die ebenfalls in Rahmen eines Bürgerforums diskutiert werden. Ende des Jahres soll dann der Stadtrat über die Handlungsempfehlungen beraten. Das umfangreiche Gutachten werde, so Kornmann, Lösungen beinhalten, wie die Stadt lebenswert gestaltet werden könne. Dazu gehören unter anderem die Gestaltung von öffentlichen Plätzen, die Nutzung von Gebäuden und Baulücken und die Lenkung des Verkehrs. Kornmann sieht erhebliches Potenzial für die Stadt. Positiv bewertet er unter anderem die lange Uferlinie in Traben und Trarbach und die vorhandene Einzelhandelsstruktur. Verbesserungswürdig sei der Stadtteil Trarbach mit seinen vielen "dunklen Ecken". Kornmann: "Es geht darum, für Gäste und Einheimische attraktive Innerortsbereiche zu schaffen." Dazu seien gute Ideen gefragt. Je präziser solche Ideen seien, desto leichter sei es, dafür Fördergelder zu bekommen.

Die Stadt hatte zuletzt 1986 ein Stadtentwicklungskonzept erstellen lassen. Viele der darin enthaltenen Maßnahmen wurden umgesetzt - zum Beispiel die Umgestaltung des Bahnhofbereichs.