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„Streetfood Märkte sind die Volksfeste der Zukunft“

„Streetfood Märkte sind die Volksfeste der Zukunft“

Er ist nicht nur Veranstalter des ersten Streetfood Markets in Trier am 22.08., sondern auch Mitgründer des „Miez Kiez“ im Mergener Hof.

Du bist Veranstalter des Streetfood Markets in Trier - wer bist du noch?
Ali: Ich bin in erster Linie Ali Haidar, 28 Jahre alt und gelernter Koch, der schon einige Stellen in der Region passiert hat. Nun habe ich mich mit "Jung Frisch Wild Event & Catering" selbstständig gemacht und versuche hier nun in der Streetfood-Szene ein bisschen was zu bewegen.

Welche Intention steckt hinter der Idee "Streetfood Event" in Trier?
Ali: Ich habe gemerkt, dass Events wie der "Rummelplatz" oder die Wochenmärkte auf dem absteigenden Ast sind und dass man frischen Wind in die Stadt bringen muss. Ich habe Streetfood Märkte deutschlandweit besucht, sodass ich zu der Erkenntnis kam, dass sowas hier in Trier noch fehlt.

Das Event findet im Exhaus statt. Wie kam es zu dieser Kooperation?
Ali: Die Location ist einfach das, was ich mir mit meinem Konzept vorgestellt habe. Hier herrscht einfach eine reale, coole, streetlastige Atmosphäre. Graffiti, Parkplatz und vor allem die Größe sind entscheidende Faktoren.

Auf der Streetfood-Facebook-Page hast du jede Menge Likes - du scheinst den Geschmack der Leute getroffen zu haben …
Ali: Ja, ich denke, ich habe wirklich den Nerv der Zeit getroffen, die Leute in Trier haben auf sowas gewartet. 08/15-Döner, Bratwurst und anderes fettlastiges Food ist meiner Meinung nach nicht mehr in und deswegen kommt das Konzept so gut an.

Welche Kriterien müssen die Stände erfüllen, die beim Streetfood Market dabei sein dürfen?
Ali: Sie müssen frisches Essen und ein cooles Konzept haben und natürlich sollten sie das, was sie tun, in Perfektion beherrschen, also mit Leidenschaft dabei sein. Alle teilnehmenden Streetfood-Artists wurden von mir vorher getestet und ich glaube, dass die Stände, die es in die Auswahl geschafft haben, zu diesem Event passen - sowohl konzeptionell als auch qualitativ.

Welche kulinarischen Spezialitäten werden dabei sein?
Ali: Wir haben eine Bombenauswahl an internationalen Gerichten, von mexikanisch, indisch, persisch bis hin zu arabisch. Für jeden wird etwas dabei sein! Einige Stände konnten sich schon auf dem "Miez Kiez" beweisen.

Gibt's auch was für Vegetarier oder Veganer?
Ali: Absolut! Vegetarisches Essen ist momentan ein ganz großes Thema. Es wird das Restaurant "Sonnenuhr" kommen - sie werden vegane Feinheiten anbieten.

Wird es exotische Speisen, wie beispielsweise Insekten, geben?
Ali: Nein! Sowas würde ich selbst auch nicht essen. (lacht)

Wie kamen die Kontakte zu regionalen Stand- oder Foodtruckbetreibern zustande?
Ali: Anfangs bin ich zu jedem Restaurantbetreiber hingefahren, habe dort mit meinem Konzept vorgesprochen und konnte dabei schnell überzeugen. Später gab es Anmeldungen über unsere Internetplattform streetfoodmarket-trier.de.

Hast du selbst einen Stand?
Ali: Nein, ich bin mit der Organisation derart beschäftigt, dass ich nichts auf dem Market präsentieren kann.

Wie läuft ein Streetfood Market denn genau ab?
Ali: Schon beim Betreten des Marktes werden die Gäste von den Gewürzen, Fleisch- und Gemüsegerüchen in den Bann gezogen. Dann ist es üblicherweise so, dass man sich ins Gemenge stürzt und nach Lust und Laune probieren kann.

Haben die teilnehmenden Stände einen Laden, den man auch außerhalb des Marktes aufsuchen kann?
Ali: Sowohl als auch! Es gibt viele Stände, zum Beispiel die "Burritos Hermanos", die auch einen Laden haben. Der "Blesius Garten", der in Olewig eine Gastronomie hat, wird mit seinem persischen Streetfood auch beim Markt dabei sein und auch "Chibiya" präsentiert japanisches Essen, das man außerhalb des Marktes im Lokal in der Glockenstraße erhält. Foodtrucks, wie jener der "Foodtruck Company" oder "Pizzaguy", werden aber beispielsweise nur auf dem Festival anzutreffen sein.

In welchem Preissegment bewegen sich die Gerichte?
Ali: Von 3,- Euro bis maximal 9,- Euro - ausgezeichnete Qualität garantiert.

Darf man, wie bei anderen Märkten auch, handeln?
Ali: Diese Entscheidung überlasse ich den Standbesitzern selbst. Grundsätzlich ist es aber so, dass die Speisen zu fairen Preisen angeboten werden. Probieren könnt ihr es, aber für gute Qualität kann man auch ruhig den angebotenen Preis zahlen.

Kostet der Markt Eintritt?
Ali: Ja, er wird 3,- Euro Eintritt kosten.

Gibt es Probier-Portionen?
Ali: Da darf man sich von den Food-Artists überraschen lassen. Grundsätzlich darf man aber Probier-Portionen anbieten.

Welche Vorteile siehst du in Streetfood-Märkten?
Ali: Den größten Vorteil sehe ich im Zusammenspiel zwischen kreativen Menschen, guter Musik und ausge- zeichnetem Essen.

Welches Potenzial haben diese Märkte in deinen Augen?
Ali: Diese Märkte sind für mich die Volksfeste der Zukunft. Der Gast ist direkt am Geschehen - man erlebt Live-Cooking, frisch und direkt. Ich bin gespannt, wie der erste Streetfood Market in Trier ankommt.