TBB-Trainer Rödl: Was ich den deutschen Basketballern bei der EM zutraue

TBB-Trainer Rödl: Was ich den deutschen Basketballern bei der EM zutraue

Am Mittwoch beginnt für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft in Litauen die Europameisterschaft mit dem Vorrundenspiel gegen Israel (20 Uhr, live auf Sport1). TBB-Trainer Henrik Rödl äußert sich zu den Aussichten des deutschen Teams. Der Europameister von 1993 traut dem Team um die NBA-Stars Dirk Nowitzki und Chris Kaman einiges zu – aber die Vorrunde habe es bereits ordentlich in sich.

Als Spieler war TBB-Trainer Henrik Rödl maßgeblich am Europameister-Titel 1993 beteiligt. Aber das sei mit heute nicht zu vergleichen, sagt der 42-Jährige.

Im TV äußert sich Henrik Rödl über…

…den ersten Gegner Israel: Das deutsche Team hat eine sehr schwere Vorrundengruppe mit Italien, Frankreich, Serbien, Lettland und Israel erwischt. Um unter die ersten drei zu kommen, ist ein Sieg gegen Israel Pflicht. Zudem wird man zumindest eines der großen Teams schlagen müssen - Italien, Frankreich oder Serbien. Die zähle ich neben Spanien, Griechenland und Gastgeber Litauen allesamt zu den Titelkandidaten.

… die Rolle der NBA-Stars Dirk Nowitzki und Chris Kaman: Beide stehen absolut im Fokus, das haben schon die Vorbereitungsspiele gezeigt. Nowitzki ist von einem einzelnen Gegner gar nicht zu stoppen. Ich denke, das wird einigen Spielern Freiräume bringen - so können auch gute Schützen wie Heiko Schaffartzik, Philipp Schwethelm oder auch Robin Benzing für einige Punkte sorgen, wenn sie erst einmal Selbstvertrauen gewonnen haben.

… eine EM ohne Trierer Beteiligung: Das ist eine Entscheidung von Bundestrainer Dirk Bauermann, die man akzeptieren muss. Ich hätte es Philip Zwiener nach seiner starken Saison gewünscht, bei der EM dabei zu sein.

… die Stärken und Schwächen des DBB-Teams: Es wird sich vieles auf Nowitzki und Kaman konzentrieren. Dirk Bauermann setzt auf eine körperlich sehr große Mannschaft, auch auf den Flügeln. Das kann auf manche Gegner ziemlichen Eindruck machen. Gespannt bin ich, wie die Mannschaft mit aggressiv spielenden, schnellen Teams zurecht kommen wird. … seine Erinnerungen an den EM-Titel 1993: Die beiden Turnier lassen sich nicht richtig miteinander vergleichen. Wir hatten damals eine Mannschaft ohne Stars, zudem haben wir im eigenen Land gespielt. Wir hatten uns von Spiel zu Spiel gesteigert. Wenn das diesmal auch gelingt, kann auch der Griff nach den Sternen drin sein. Aber Favoriten sind andere. Zuerst muss die Vorrunde überstanden - und das wird schon schwer.

… das Gastgeberland Litauen: Ich habe dort mit Alba Berlin gespielt. Die Begeisterung der Liatuer für Basketball ist riesengroß - das ist dort die Sportart Nummer eins. (AF)

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