Gastronomie Die Suite kostet 700 Euro pro Nacht
Bescheideneren Luxus gibt‘s im neuen Fünf-Sterne-Hotel Schloss Lieser auch für weniger Geld.
Auf alles will man vorbereitet sein im Luxushotel Schloss Lieser: Feueralarm, das Parken der Fahrzeuge in der Tiefgarage, den perfekten Service. Derzeit läuft der Probebetrieb in einem der spektakulärsten Hotelprojekte der Region, das am Montag eröffnet. „Dann drehen wir den Schlüssel um und heißen die ersten Gäste willkommen“, sagt Hotelmanager Andreas Heidingsfelder. Mehr als zehn Jahre lang gingen im Gebäude Handwerker ein uns aus.
Das Ergebnis der Umbau- und Sanierungsarbeiten: 50 Zimmer im Haupthaus und der Remise nebenan. Sie sind individuell ausgestattet und tragen klangvolle Namen wie „Kaisersuite“. Sieben Kategorien gibt’s, sie reichen von Deluxe über Superior bis zur Suite. Ein 20 Quadratmeter großes Zimmer ist ab 150 Euro zu haben, eine Suite kostet bis zu 700 Euro.
Das Ambiente ist herrschaftlich: Neben dem Restaurat „Puricelli“ mit Platz für 50 Personen gibt es einen Raum namens Orangerie, in dem die Gäste frühstücken, einen blauen Salon, ein Jagdzimmer, eine Bibliothek und die Remise mit einem Saal für 80 Personen. Im Kontrast zu den historischen Räumen steht der neue Wellnessbereich im Untergeschoss: Drei Saunen, ein Dampfbad, Schwimmbad und Fitnessraum sorgen für zeitgemäßen Luxus. In dem Gebäude befindet sich auch eine aufwändig restaurierte Kapelle. Hotelmanager Heidingsfelder gibt die Maxime der Sanierung wieder: „Alles erhalten, was zu erhalten ist.“
50 Mitarbeiter kümmern sich um die Gäste – bisher. Denn vor allem für Küche und Service werden weitere Angestellte gesucht. Wer nicht im Hotel übernachtet, kann auf telefonische Nachfrage im Restaurant essen. Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen und andere große Feiern sind möglich, Veranstaltungen rund um Wein, Kultur und Kulinarik geplant.
Der Betreiber des Hotels Schloss Lieser versteckt sich hinter der Marke Autograph Collection. Dahinter steht ein weltweit tätiger Hotelkonzern: Marriott. Die niederländische Odyssey Group betreibt und vermarktet das Haus. Besitzer des Hotels ist Piet Killars, ein niederländischer Unternehmer, der die Immobilie 2007 gekauft hat. Für rund 25 Millionen Euro baute er sie zum Luxushotel um.
Vor allem Kunden aus Deutschland, den Niederlanden, Luxemburg, der Schweiz und den USA wolle man ansprechen, sagt Hotelmanager Heidingsfelder. Doch die Gäste könnten bald noch von viel weiter her zum Luxusurlaub an die Mosel kommen: „Es gibt bereits Anfragen aus China und Japan.“