Die Porta Nigra in Trier
Weltkulturerbe
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Weltkulturerbe

Seit 1978 vergibt die UNESCO den Titel Weltkulturerbe und Weltnaturerbe. In Trier finden sich neun Bauwerke, die den Titel tragen. Sieben davon stammen aus der Römerzeit. Die Idee geht auf Bischof Henri-Baptiste Grégoire zurück, der im 18. Jahrhundert den Begriff prägte. Die Haager Konvention nahm den Schutz des Kulturgutes, unabhängig von welchem Volk es stamme, sogar in der Präambel auf. Die UNESCO griff im Jahre 1960 darauf zurück. Damals drohte der Bau des Assuan-Staudammes, in Ägypten befindliche Denkmäler zu schädigen. Der Titel des „Weltkulturerbes“ oder der ebenfalls vergebene Titel des „Weltnaturerbes“ – in Deutschland zählen etwa das Wattenmeer oder die Grube Messel in Hessen dazu, in der Fossilien gefunden wurden – bieten zwar durchaus Anlass zu Stolz in den beherbergenden Länder. Jedoch gibt es seitens der UNESCO keine Sanktionsmöglichkeiten, falls ein Bauwerk oder eine natürliche Stätte, die den Titel tragen, geschädigt werden. Das passierte beispielsweise bei den Buddha-Statuen von Bamyian oder in Teilen des Wildschutzgebietes der Arabischen Oryx. Auch in Deutschland gab es bereits Kontroversen wegen des Titels. So wurde dem Dresdner Elbtal im Jahre 2009 der Titel „Weltkulturerbe“ im Zuge des Streites um den Bau der Waldschlößchenbrücke aberkannt. Damit ist Deutschland nach dem Oman erst das zweite und, bisher letzte Land, das den Titel verliert. Mehr Informationen auf http://www.unesco-weltnaturerbe.de/