1. Dossier

24 Plätze, zwölf Kandidaten

24 Plätze, zwölf Kandidaten

Der Verein Junge Liste (JL) Kell hat derzeit 24 Mitglieder. Zwölf von ihnen stehen auf der Kandidatenliste als Bewerber um die 24 Plätze im Keller Verbandsgemeinderat, dessen Zusammensetzung bei der Wahl am 25. Mai für die nächsten fünf Jahre neu bestimmt wird. Damit keine Stimme verloren geht, beschlossen die neun Stimmberechtigten, die sich in Waldweiler zusammenfanden, Doppelkandidaturen.

Waldweiler. Alle zwölf Kandidaten der Jungen Liste Kell sind unter 30 Jahre alt. Sie wollen mindestens den Fraktionsstatus von zwei Sitzen im Rat der Verbandsgemeinde (VG) Kell bei der Kommunalwahl am 25. Mai erhalten. "Das bringt den Vorteil, dass wir in allen Ausschüssen vertreten sind", erklärt JL-Vorsitzender Jens Anell bei der Nominierungsversammlung in Waldweiler. Gemeinsam mit Stefan Bodem kann er durchaus auf Erfolge in den letzten fünf Jahren zurückblicken: "Wir haben beispielsweise eine Absorberanlage fürs Freibad durchgesetzt, die pro Jahr 23 000 Euro an Energiekosten spart." Größter Erfolg war der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Kell, der nur durch die Stimme von Jens Anell im Rat möglich wurde. Die Idee des Jugendrates, die aus den Reihen der JL 2009 entwickelt wurde, soll durch den neuen Jugendpfleger Markus Ankerstein auf Ortsgemeindeebene wieder neu belebt werden, so die Vorstellung des Vorsitzenden.
Anell ist sicher: "Die Wähler sehen gerne junge Leute in den Gremien." Aus der Nähe zur CDU macht die Junge Liste kein Geheimnis. Deshalb sprechen sich die Mitglieder auch für den Kandidaten Martin Alten aus, der für diese Partei antritt, um VG-Bürgermeister zu werden. Bislang ist er der einzige Kandidat für dieses Amt.
Kommunalwahl 2014


Der Fraktionsvorsitzende im Keller VG-Rat, Klaus Marx, sagt: "Ich würde mich über junge Leute freuen, die über das gesamte politische Spektrum verteilt sind." Er war vor 20 Jahren Gründungsmitglied der Jungen Liste.
Martin Alten übernahm die Versammlungsleitung. Die Kandidatenkür ist gesetzlich exakt geregelt, und erfordert geheime Wahl. Alle zwölf Kandidaten wurden einstimmig berufen. Damit keine Wählerstimmen verloren gehen, wurde beschlossen, dass jeder Kandidat zweimal auf der Liste steht. "So können sich Nachkommastellen bei Prozentzahlen der Wählerstimmen positiv auf unsere Mandate auswirken", erklärt Anell.
Die Herausforderungen der nächsten fünf Jahre erklärte jedoch Bürgermeisterkandidat Alten. "Hauptthemen werden die Windkraft, die Schulentwicklung und die demografische Entwicklung sein", machte der CDU- Mann klar. Der demografische Wandel mache auch bei der Feuerwehr nicht halt: "Das wird ein großes Thema."
Die VG Kell habe zwar bis 2019 eine Bestandsgarantie, doch auch mit der Gebiets- und Verwaltungsreform müsse man sich beschäftigen. Eine verbesserte Zusammenarbeit bei den kommunalen Aufgaben mit den Nachbargemeinden bringe mehr Effizienz und sei daher sinnvoll.
Extra

Die Kandidaten: Jens Anell, Schillingen; Tim Fusenig, Vierherrenborn; Katharina Schramm, Greimerath; Stefan Mai, Schillingen; Thorsten Zimmer, Greimerath; Christoph Orth, Waldweiler; Andreas Wagner, Greimerath; Matthias Lichtmeß, Heddert; Laura Glessner, Kell am See; Philipp Zender, Waldweiler; Markus Jäckels, Kell am See; Florian Hennen, Baldringen. doth