1. Dossier

Archiv 2009: Ein Muss für Punkrock-Fans

Archiv 2009: Ein Muss für Punkrock-Fans

Die Riez hat mal wieder gerockt. Das Open-Air-Festival im Bausendorfer Ortsteil Olkenbach zog am Wochenende Hunderte Rock-Fans aus ganz Deutschland an. Und es gab musikalisch allerlei zu entdecken.

Bausendorf-Olkenbach. "Keinerlei Spaß" — was die schwedische Punkband "No Fun At All" mit ihrem ironischen Namen verspricht, trat beim "Riez Open Air" selbstverständlich nicht ein: Spaß hatten sie alle, die Hunderte Besucher des Zwei-Tage-Festivals. "No Fun At All" waren auf dem Papier unbestrittener "Headliner", also der Festival-Höhepunkt. Die Schweden um Frontmann Ingemar Jansson hatten sich schließlich im vergangenen Jahr nach sieben Jahren Bühnenabstinenz wieder zusammengefunden und kämpfen seitdem wieder um die Gunst der Rock-Fans aus aller Welt. Und mit ihrer eingängigen Musik kämpfen sie gut. Jedoch waren es leider "wenige" Zuhörer, die sich am Samstag auf das nicht ganz trockene Wiesengelände, die Riez in Olkenbach, trauten. Wenige zumindest im Vergleich zum Freitagabend. Denn da schlug das Lokale dann doch das Internationale: Die "Jupiter Jones" aus der Eifel (der TV berichtete mehrmals) waren der Publikumsmagnet schlechthin. Die gelungene Auswahl und musikalische Darbietung von neuen und alten Liedern ließen auch über die teilweise ungünstige tontechnische Abmischung vonseiten des Mischpult-Personals hinwegsehen. Außer den beiden Top-Bands gaben sich auf der Riez aber noch zwölf weitere Bands die Klinke in die Hand. Und unter diesen konnte man an beiden Tagen durchaus auf Entdeckungstour gehen. Überraschten zum Beispiel schon die Saarländer von "His Statue Falls" mit ihrem Mix aus Techno und Hardcore-Rock — sie nennen ihren Stil einfach "Techchore" — so begeisterten vor allem auch die US-Rocker von "Far From Finished" mit ihrer Musik und ihrer Energie auf der Bühne. Also schon für kommendes Jahr vormerken: Das "Riez Open Air" ist ein Festival, bei dem man sich nicht nur zu Bekanntem tanzend gut bewegen kann, sondern durch das man auch schnell auf bisher unbekannte Bands aufmerksam werden kann. Es lohnt sich.