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Auf der Suche nach mehr Fairness

Auf der Suche nach mehr Fairness

Bei der Wahl für die Nachfolge der Traben-Trarbacher Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus ist zumindest schon Mal ein Duell garantiert: SPD-Mann Patrice Langer gegen CDU-Mann Hubertus Kesselheim. Klar ist auch schon: Die FDP unterstützt Langer.

Traben-Trarbach. Eines dürfte sicher sein. Sollte Patrice Langer am 25. Mai zum Bürgermeister der Stadt Traben-Trarbach gewählt werden, bekommen es die Bürger mit einem Mann zu tun, der sich zu wehren weiß, nicht nur verbal sondern auch körperlich. Denn der 60-Jährige beherrscht Karate. Doch der Mann, den die SPD am Freitagabend zu ihrem Kandidaten kürte, will sich höchstens verteidigen und nie angreifen. Fairness im Umgang mit dem Gegenüber sei im Sport, aber natürlich auch im Leben überhaupt die Basis, sagt er. Politische Arbeit in einem Amt kennt er bisher nicht. Er ist auch noch kein SPD-Mitglied, will es aber umgehend werden. Als Geschäftsführer des etwa 1000 Mitglieder großen VfL Traben-Trarbach und auch als Personaldezernent des früher in Traben-Trarbach ansässigen Amtes für Wehrgeophysik wisse er aber, wie man mit Menschen umgehe. Mittlerweile befindet er sich in der Freistellungsphase und hätte die Zeit für den Job als ehrenamtlicher Stadtbürgermeister.Kommunalwahl 2014

Er hat natürlich verfolgt, was in den vergangenen Jahren in Traben-Trarbach passiert ist. Unter anderem, dass Teile der CDU Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus (ebenfalls CDU) zum Teufel wünschten. "Der Mensch ist auf der Strecke geblieben", sagt Langer mit Blick auf die aktuelle Situation in der Doppelstadt. "Ich hoffe aber, dass der Streit begraben wird. Es gibt sicher auch im anderen Lager Leute, die nach vorne schauen", fügt er an. Wie ist er zum Kandidaten geworden? Er hat oft mit Hans-Joachim Weinmann und Gerd Huesgen gesprochen. Die sind schon lange im Stadtrat und auch im VfL Traben-Trarbach aktiv. Daraus sei dann die Entscheidung zu einer Kandidatur entstanden. "Ich bin froh, dass wir einen solchen Kandidaten haben", sagt Renate Braband, die mit Weinmann und Huesgen die Spitze der SPD-Fraktion im Stadtrat bildet.Patrice Langer, seit 33 Jahren mit derselben Frau verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes, kann sich gewiss sein, nicht nur Kandidat der SPD zu sein. Die FDP hat sich, so Stadtratsmitglied Hannelore Reuter-George gegenüber dem TV, bereits darauf verständigt, ihn zu unterstützen. "Er ist völlig unbelastet und sehr kompetent", sagt Reuter-George.Die Partei hat am Freitagabend auch ihre Kandidaten für den Stadtrat gewählt. Auffallend: Es gibt relativ viele junge Leute, nicht alle Kandidaten sind SPD-Mitglieder und überproportional viele kommen aus dem Stadtteil Wolf. "Es ist eine starke Liste", betonen Weinmann und Stadtverbandsvorsitzender Carsten Gerecke. Hans-Joachim Weinmann hofft, dass die SPD acht der 22 Sitze im Stadtrat erobern kann (derzeit sind es sechs). cbDie Kandidaten für den Stadtrat: 1. Patrice Langer, 2. Hans-Joachim Weinmann, 3. Renate Braband, 4. Gerd Huesgen, 5. Beatrix Kimnach, 6. Cora Ehses, 7. Carsten Augustin, 8. Sven Weinmann, 9. Frank Mittelmann, 10. Bela-Brice Engels, 11. Janek Eiden, 12. Johannes Treitz, 13. Wolfgang Schumacher, 14. Max Knod, 15. Günter Keller, 16. Frank Assion, 17. Thomas Bindges, 18. Jörg Baumgarten, 19. Nicole Lenz, 20. Nathale Meli, 21. Michael Schall, 22. Anja Bindges.