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Alle Infos zur Ausstellung „Untergang des Römischen Reiches“ in Trier

Service : Alle Infos zur Landesausstellung „Untergang des Römischen Reiches“ in Trier

Warum ging das Römische Reich vor 1600 Jahren unter? Das erklärt die kommende Ausstellung zum Untergang des Römischen Reiches in Trier, der einstigen Residenz der römischen Kaiser. Hier gibt es alle wichtigen Infos zur Ausstellung in der Moselstadt.

Stellen Sie sich ein riesiges Imperium vor, dass sich rund um das Mittelmeer erstreckt, vom Atlantik bis in den Nahen Osten und von Ägypten bis hoch nach Schottland. Die Menschen in diesem Reich schreiben in Latein, lieben das Theater, leben in großen Städten. Und sie heißen Lucius, Gaius oder Iulia. Willkommen im Römischen Reich.

Sieben Jahrhunderte lang regierten Roms Herrscher erst eine Stadt, dann das heutige Italien und schließlich halb Europa. Und dann, vor rund 1600 Jahren, zerfiel dieses Imperium. Ging das Reich an inneren Wirren zugrunde, oder brach es durch die sogenannte „Völkerwanderung“ der Germanen zusammen? Und: Was blieb von Rom im Mittelalter sozusagen übrig nach dem Ende des Reiches?

Das ist das Thema der großen Ausstellung, die in Trier Besucher begeistern will: „Der Untergang des Römischen Reiches", so der Titel der Schau im Rheinischen Landesmuseum, will nicht weniger als jene Epoche anschaulich darstellen - und wie sie von den damaligen Zeitzeugen wahrgenommen wurde. Was Besucher erwartet, und wo sie weitere Informationen finden, erklären wir hier:

An welchen Standorten findet die Landesausstellung statt?

Im Landesmuseum an der Trierer Ostallee (Titel: „Untergang des Römischen Reiches“), im Stadtmuseum im Simeonstift (“Das Erbe Roms“) sowie im Museum am Dom (“Im Zeichen des Kreuzes“).

Was wird in der Landesausstellung gezeigt?

Die Schau will aufzeigen, wie und warum das Imperium Romanum im vierten und fünften Jahrhundert zerbrach. Während das Landesmuseum den Fokus auf die teils dramatischen politischen und militärischen Entwicklungen legt, konzentriert sich das Museum am Dom auf die Rolle des Christentums vor, während der Epoche des „Untergangs“ und der nachfolgenden Zeit des frühen Mittelalters. Im Stadtmuseum wiederum dreht sich alles um das Fortleben des Römischen Reiches in der Wahrnehmung der Menschen im modernen Zeitalter - sei es interpretiert als Unglück oder als Sieg der Freiheit. Damit wird der Niedergang des Römischen Reiches aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.

Warum die Moselstadt Trier als Standort der Ausstellung?

Trier mit seinem römischen Weltkulturerbe ist für die Ausstellung prädestiniert: Die einst von den Römern gegründete Stadt war zeitweilig Sitz des Imperiums und beherbergt mehrere römische Großbauten. In den vergangenen Jahren hatte die Stadt zudem bereits andere Aspekte der Geschichte des Imperium Romanum mit großen Ausstellungen beleuchtet - etwa die Herrschaft des Kaisers Konstantin des Großen.

Wann findet die Landesausstellung statt?

Vom 25. Juni bis 27. November 2022

Welche Öffnungszeiten haben die Museen?

Dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Geführte Gruppen haben schon ab 9 Uhr morgens Zutritt. Montags sind die Ausstellungsräume geschlossen.

Wie viel kostet der Eintritt?

Die Museen bieten jeweils Einzeltickets als auch ein Kombipaket. Dieses wird für alle drei Museen 22 Euro für Erwachsene (Schüler, Studenten, Azubis, Arbeitslose und Schwerbehinderte 19 Euro) kosten. Für Familien, Gruppen und Schüler im Klassenverband gelten abweichende Preise. Eintrittspreise für nur ein Museum schwanken zwischen 8 und 14 Euro (Erwachsene) beziehungsweise 6,50 und 12 Euro (ermäßigt), auch hier gelten abweichende Preise für Familien und Gruppen. Die jeweils gültigen Eintrittspreise listen die Ausstellungsmacher auf der offiziellen Website.

Bestehen Einschränkungen für Rollstuhlfahrer oder Besucher mit Gehbehinderungen?

Alle drei Museen sind nach Angaben der Organisatoren barrierefrei - entweder weil sie ebenerdig sind und/oder über Aufzüge verfügen. Behindertentoiletten sind vorhanden.

Haben Kinder und Jugendliche freien Eintritt?

Kinder unter sieben Jahren zahlen generell keinen Eintritt.

Wird es Angebote von Führungen geben?

Es gibt verschiedene Angebote diesbezüglich, sowohl für einzelne Museen als auch alle drei. Aktuelle Preise sind auf der Website der Ausstellung einsehbar. Weitere Details folgen in diesem Beitrag.

Wie kann ich als Besucher die Museen erreichen?

Die teilnehmenden Museen haben ihren Sitz in der Innenstadt von Trier und liegen nah beieinander. Sie sind somit fußläufig gut zu erreichen. Vom Hauptbahnhof Trier sind es beispielsweise etwa 10 bis 15 Minuten zu Fuß zu den jeweiligen Museen.

Auch per Stadtbus sind alle drei Museen direkt zu erreichen. Relevant sind hier die Haltestellen "Porta Nigra" (für das Stadtmuseum und mittels kurzem Spaziergang durch die Fußgängerzone auch das Museum am Dom) sowie „SWT“, „Basilika“ und „Mustorstraße“ (für das Museum am Dom und das Landesmuseum) oder "Kaiserthermen" (Rheinisches Landesmuseum).

Wie sieht es mit Parkplätzen aus?

Autofahrer aufgepasst: Direkt vor den Museen gibt es keine oder nur wenige Parkplätze. Individuell mit dem Auto anreisende Museumsbesucher sollten daher die Parkmöglichkeiten in umliegenden Parkhäusern nutzen, eine Übersicht finden Sie auf https://www.parken-in-trier.de/. Für Gruppenbesucher stehen Busparkplätze in der Nähe des Rheinischen Landesmuseums zur Verfügung.

Was kann ich als Besucher noch zum Römischen Reich in Trier vorfinden?

Da wäre vor allem das Unesco-Welterbe in der Stadt und im benachbarten Igel zu nennen, welches auch ohne Ausstellung Grund für einen Besuch von Trier ist. Die Römerbauten liegen zum allergrößten Teil in der Innenstadt. Zu nennen sind hier das römische Stadttor Porta Nigra, die Konstantinbasilika, das Amphitheater, die Kaiserthermen und die Barbarathermen. Zudem sind Dom und Liebfrauenkirche Teil des römischen Ensembles, sind sie doch die Nachfolger der einstigen römischen Doppelbasilika.

Weitere römische Relikte wie die Igeler Säule (Teil des Unesco-Welterbes von Trier), der Tempelbezirk in Tawern, der Archäologiepark Belginum oder die Wittlicher Villa finden sich in der näheren Umgebung der Stadt und sind in der Regel per Bus und Auto erreichbar. Mehr lesen Sie hierzu demnächst in unserem Special zur Ausstellung.

Außerdem gibt es verschiedene Erlebnistouren innerhalb der Stadt, bei der Schauspieler gekleidet als Gladiatoren oder Legionäre einzelne Aspekte der römischen Geschichte beleuchten - vor jeweiliger antiker Kulisse. Informationen hierzu gibt es bei der Touristeninformation der Stadt Trier.

Weitere Informationen zur Ausstellung?

Die gibt es auf der Website der Organisatoren unter untergang-rom-ausstellung.de, per Mail an untergang2022@trier-info.de oder per Telefon unter 0651/97808-52 (Führungen).