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Landesausstellung in Trier: Alle Infos zur Ausstellung „Untergang des Römischen Reiches“

Alle Infos auf einen Blick : Untergang des Römischen Reiches: Das erwartet die Besucher der Landesausstellung in Trier

Ende eines antiken Imperiums: Vor 1600 Jahren war Schluss mit der Herrschaft der Römer - oder doch nicht? Diese Frage beantwortet ab Juni die große Ausstellung „Untergang des Römischen Reiches“ - in der einstigen Residenz der römischen Kaiser in Trier. Hier gibt es alle wichtigen Infos zur Ausstellung in der Moselstadt.

Stellen Sie sich ein riesiges Imperium vor, dass sich rund um das Mittelmeer erstreckt, vom Atlantik bis in den Nahen Osten und von Ägypten bis hoch nach Schottland. Die Menschen in diesem Reich schreiben in Latein, lieben das Theater, leben in großen Städten. Und sie heißen Lucius, Gaius oder Iulia. Willkommen im Römischen Reich.

Sieben Jahrhunderte lang regierten Roms Herrscher erst eine Stadt, dann das heutige Italien und schließlich halb Europa. Und dann, vor rund 1600 Jahren, zerfiel dieses Imperium. Ging das Reich an inneren Wirren zugrunde, oder brach es durch die sogenannte „Völkerwanderung“ der Germanen zusammen? Und: Was blieb von Rom im Mittelalter sozusagen übrig nach dem Ende des Reiches?

Das ist das Thema der großen Ausstellung, die in Trier Besucher begeistern will: „Der Untergang des Römischen Reiches", so der Titel der Schau im Rheinischen Landesmuseum, will nicht weniger als jene Epoche anschaulich darstellen - und wie sie von den damaligen Zeitzeugen wahrgenommen wurde. Was Besucher erwartet, und wo sie weitere Informationen finden, erklären wir hier:

An welchen Standorten findet die Landesausstellung statt?

Wie schon bei den früheren großen Ausstellungen zu den römischen Kaisern Konstantin und Nero (Fotos zur Ausstellung) sowie dem Trierer Philosophen und Revolutionär Karl Marx (interaktiver Rundgang) kooperieren die drei großen Museen der Stadt Trier, um Besuchern gemeinsam das jeweilige Thema näherbringen zu können. Vorteil: die Museen können auf diese Weise ihre jeweiligen Stärken in die Konzeption einbringen. Wer nimmt teil?

  • Das Rheinische Landesmuseum an der Trierer Ostallee (Titel: „Untergang des Römischen Reiches“)
  • Das Stadtmuseum im Simeonstift (“Das Erbe Roms“)
  • Das Museum am Dom (“Im Zeichen des Kreuzes“) in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dom

Zudem beteiligt sich die in Nachbarschaft zum Landesmuseum liegende Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier an der Landesausstellung. Ihr Thema ist „Das Fortwirken Roms in der Bildungsgeschichte des Mittelalters“. Das Angebot ist aber nicht Bestandteil der Landesausstellung.

Was wird in der Landesausstellung gezeigt?

Die Schau will aufzeigen, wie und warum das Imperium Romanum im vierten und fünften Jahrhundert zerbrach.

  • Das Rheinische Landesmuseum legt den Fokus auf die teils dramatischen politischen und militärischen Entwicklungen.
  • Das Museum am Dom konzentriert sich auf die Rolle des Christentums vor, während der Epoche des „Untergangs“ und der nachfolgenden Zeit des frühen Mittelalters.
  • Im Stadtmuseum wiederum dreht sich alles um das Fortleben des Römischen Reiches in der Wahrnehmung der Menschen im modernen Zeitalter - sei es interpretiert als Unglück oder als Sieg der Freiheit. Damit wird der Niedergang des Römischen Reiches aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.
  • Begleitend zur Landesausstellung wird die Schatzkammer mit einem eigenen Beitrag hochkarätige Exponate präsentieren, die belegen, dass mit den weströmischen Kaisern die antike Bildung keineswegs verschwand.

Warum die Moselstadt Trier als Standort der Ausstellung?

Trier mit seinem römischen Weltkulturerbe ist für die Ausstellung prädestiniert: Die einst von den Römern gegründete Stadt war im vierten Jahrhundert mehrere Jahrzehnte lang Sitz des Imperiums. In dieser Zeit entstanden mehrere römische Großbauten, die auch heute noch existieren und bestaunt werden können. In den vergangenen Jahren hatte die Stadt zudem bereits andere Aspekte der Geschichte des Imperium Romanum mit großen Ausstellungen beleuchtet - etwa die Herrschaft des Kaisers Konstantin des Großen.

Wann findet die Landesausstellung statt?

Vom 25. Juni bis 27. November 2022

Welche Öffnungszeiten haben die drei an der Landesausstellung beteiligte Museen?

Dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Geführte Gruppen haben schon ab 9 Uhr morgens Zutritt. Montags sind die Ausstellungsräume geschlossen.

Wie viel kostet der Eintritt in den Museen?

Die drei Museen bieten jeweils Einzeltickets als auch ein Kombipaket an. Dieses wird für alle drei Museen 22 Euro für Erwachsene (Schüler, Studenten, Azubis, Arbeitslose und Schwerbehinderte 19 Euro) kosten. Für Familien, Gruppen und Schüler im Klassenverband gelten abweichende Preise. Eintrittspreise für nur ein Museum schwanken zwischen 8 und 14 Euro (Erwachsene) beziehungsweise 6,50 und 12 Euro (ermäßigt), auch hier gelten abweichende Preise für Familien und Gruppen. Die jeweils gültigen Eintrittspreise listen die Ausstellungsmacher auf der offiziellen Website.

Für die zeitgleich laufende Sonderausstellung im Stadtarchiv gelten gesonderte Tarife. Aktuelle Preise können Sie hier einsehen auf der Website des Stadtarchivs. Besucher der Landesausstellung erhalten aber nach Angaben der Veranstalter eine Vergünstigung für den Besuch der Sonderausstellung.

Bestehen Einschränkungen für Rollstuhlfahrer oder Besucher mit Gehbehinderungen?

Alle drei Museen sind nach Angaben der Organisatoren barrierefrei - entweder weil sie ebenerdig sind und/oder über Aufzüge verfügen. Behindertentoiletten sind vorhanden.

Haben Kinder und Jugendliche freien Eintritt?

Kinder unter sieben Jahren zahlen generell keinen Eintritt.

 Dieser Paradehelm von Berkasovo aus dem 4. Jahrhundert gehörte einem hohen militärischen Amtsträger. Er ist mit Gold überzogen und zeigt die besondere Bedeutung, die dem Militär in der Spätantike zukam, das hier seine Macht demonstrierte. Der aus Serbien stammende Helm ist eines der Prachtstücke der Landesausstellung „Der Untergang des römischen Reiches“, die am 25. Juni 2022 in Trier eröffnet wird. Foto: Th.Zuehmer/Rheinisches Landesmuseum/TV-Archiv
Dieser Paradehelm von Berkasovo aus dem 4. Jahrhundert gehörte einem hohen militärischen Amtsträger. Er ist mit Gold überzogen und zeigt die besondere Bedeutung, die dem Militär in der Spätantike zukam, das hier seine Macht demonstrierte. Der aus Serbien stammende Helm ist eines der Prachtstücke der Landesausstellung „Der Untergang des römischen Reiches“, die am 25. Juni 2022 in Trier eröffnet wird. Foto: Th.Zuehmer/Rheinisches Landesmuseum/TV-Archiv Foto: Rheinisches Landesmuseum/Th.Zuehmer/Rheinisches Landesmuseum

Wird es Angebote von Führungen geben?

Es gibt verschiedene Angebote diesbezüglich, sowohl für einzelne Museen als auch alle drei. So kostet die große Kombiführung für alle drei Museen (inklusive Wegezeit mit einer Dauer von dreieinhalb Stunden) 206 Euro zuzüglich Eintrittspreise. Eine 90-minütige Führung nur durch das Rheinische Landesmuseum kostet etwa 109 Euro. Alle aktuellen Preise und Angebote zu Führungen sind auf der Website der Ausstellungsmacher einsehbar.

Wie kann ich als Besucher die Museen erreichen?

Die teilnehmenden Museen haben ihren Sitz in der Innenstadt von Trier und liegen nah beieinander. Sie sind somit fußläufig gut zu erreichen. Vom Hauptbahnhof Trier sind es beispielsweise etwa 10 bis 15 Minuten zu Fuß zu den jeweiligen Museen.

Auch per Stadtbus sind alle drei Museen direkt zu erreichen. Relevant sind hier die Haltestellen "Porta Nigra" (für das Stadtmuseum und mittels kurzem Spaziergang durch die Fußgängerzone auch das Museum am Dom) sowie „SWT“, „Basilika“ und „Mustorstraße“ (für das Museum am Dom und das Landesmuseum) oder "Kaiserthermen" (Rheinisches Landesmuseum).

Wie sieht es mit Parkplätzen aus?

Autofahrer aufgepasst: Direkt vor den Museen gibt es keine oder nur wenige Parkplätze. Individuell mit dem Auto anreisende Museumsbesucher sollten daher die Parkmöglichkeiten in umliegenden Parkhäusern nutzen, eine Übersicht finden Sie auf https://www.parken-in-trier.de/. Für Gruppenbesucher stehen Busparkplätze in der Nähe des Rheinischen Landesmuseums zur Verfügung.

Was kann ich als Besucher noch zum Römischen Reich in Trier vorfinden?

Die jahrhundertelange römische Siedlungsgeschichte der Stadt Trier und Umland schlägt sich bis heute in zahlreichen architektonischen Überbleibseln nieder. Da wäre vor allem das Unesco-Welterbe in der Stadt und im benachbarten Igel zu nennen, welches auch ohne Ausstellung Grund für einen Besuch von Trier ist. Die Römerbauten liegen zum allergrößten Teil in der Innenstadt.

Zu nennen sind hier das römische Stadttor Porta Nigra, die Konstantinbasilika, das Amphitheater, die Kaiserthermen und die Barbarathermen. Zudem sind Dom und Liebfrauenkirche Teil des römischen Ensembles, sind sie doch die Nachfolger der einstigen römischen Doppelbasilika, die unter Zeiten des Kaisers Konstantin erstmals errichtet wurde.

Weitere römische Relikte wie die Igeler Säule (Teil des Unesco-Welterbes von Trier), der Tempelbezirk in Tawern, der Archäologiepark Belginum oder die Wittlicher Villa finden sich in der näheren Umgebung der Stadt und sind in der Regel per Bus und Auto erreichbar.

Außerdem gibt es verschiedene Erlebnistouren innerhalb der Stadt, bei der Schauspieler gekleidet als Gladiatoren oder Legionäre einzelne Aspekte der römischen Geschichte beleuchten - vor jeweiliger antiker Kulisse. Informationen hierzu gibt es bei der Touristeninformation der Stadt Trier.

Weitere Informationen zur Ausstellung?

Allgemeine Informationen finden sich auf der Website der Organisatoren unter untergang-rom-ausstellung.de, per Mail an untergang2022@trier-info.de oder per Telefon unter 0651/97808-52 (Führungen).

Special zum Ausstellung „Untergang des Römischen Reiches“ auf volksfreund.de

Die Redaktion des Trierischen Volksfreunds und volksfreund.de stellt hintergründige Berichte, Reportagen und Fotos im redaktionellen Special des Trierischen Volksfreunds auf. Vor und während der Ausstellung werden wir ebenfalls umfassend informieren. Sämtliche Beiträge finden Sie in unserem Special auf www.volksfreund.de/untergang