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Bundestagswahl: Wählbare Parteien in Rheinland-Pfalz

Im September stehen 14 Listen zur Wahl. Foto: Jens Wolf/ Archiv
Im September stehen 14 Listen zur Wahl. Foto: Jens Wolf/ Archiv
Trier. 34 Parteien treten zur Wahl an – aber nicht in allen Bundesländern. In Rheinland-Pfalz werben 14 Parteien um die Zweitstimme der Wähler. Miguel Castro

Der Landeswahlleiuter hat in Rheinland-Pfalz folgende Parteien zur Bundestagswahl zugelassen:
A wie Alternative für Deutschland (AfD). Die 2013 neugegründete AfD lehnt den Euro ab und strebt eine Rückkehr zur D-Mark an. Stellt sich erstmals dem Wählervotum.
B wie Bündnis90/Grüne. Gegründet in den achtziger Jahren in Westdeutschland, bekannt geworden durch ihren Kampf gegen Atomkraft und für Naturschutz. Nach der Wiedervereinigung Fusion mit ostdeutschen Bürgerrechtlern (Bündnis90), Regierungskoalition mit der SPD 1998-2005.
B wie Bürgerbewegung pro Deutschland (pro Deutschland). Als rechtsextrem eingestufte Gruppierung.
C wie Christlich-Demokratische Union (CDU). Die zweite große Volkspartei in Deutschland neben der SPD. Die "Kanzlerpartei" von Regierungschefin Angela Merkel bildet im Bundestag mit der bayerischen Schwesterpartei CSU eine gemeinsame Fraktion - daher die Doppelbezeichnung CDU/CSU.
F wie Freie Demokratische Partei (FDP). Die Liberalen regieren seit 2009 gemeinsam mit der CDU/CSU - kein Ausnahmefall: Seit Gründung der Bundesrepublik war die FDP als "Zünglein an der Waage" fast immer an der Bundesregierung beteiligt.
F wie Freie Wähler. In den Gemeinderäten stark verankert, wollen die Freien Wähler nun auch in Berlin vertreten sein.
L wie Die Linke. 2007 erfolgter Zusammenschluss der ostdeutschen PDS (Nachfolgerin der einstigen DDR-Staatspartei) und der westdeutschen WASG, links von der SPD angesiedelt. Die Linke ist in verschiedenen Bundesländern in den Landtagen vertreten.
M wie Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD). Linksextrem orientiert, strebt eine sozialistische Gesellschaftsforma an.
N wie Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD). Rechtsextrem, in zwei Landtagen und mehreren Gemeinderäten vertreten, darunter im Trierer Stadtrat.
Ö wie Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP). Ähnlich wie die Grünen macht sich auch die ÖDP für den Naturschutz stark.
P wie Piratenpartei. Die junge Partei kämpft vor allem für die Freiheit im Internet, mittlerweile in mehreren Landtagen vertreten.
S wie Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD). Älteste Partei Deutschlands, Vorläufer vor 150 Jahren gegründet. Die SPD hatte mehrmals die Regierungsverantwortung inne. Seit 2009 größte Oppositionspartei im Bundestag.
R wie Republikaner. Kleinpartei, einstmals dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet.
V wie Partei der Vernunft (PDV). Liberär orientierte Partei, 2009 gegründet. Sie fordert "weniger Politik", also einen Rückzug des Staates aus möglichst vielen Bereichen, beispielsweise der Wirtschaft.
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