Neues Video des Influencers Rezo macht verkappte Wahlwerbung für die Grünen

Meinung · In seinem neuen Video knöpft sich der Youtuber die Klimakrise vor. Doch es geht ihm nicht in erster Linie um die Klimaforschung, sondern um Politik. Es ist völlig legitim, dass Rezo politisch Position bezieht und sich einmischt. Doch ehrlicher wäre es, offen auszusprechen, für welche Partei er hier drei Wochen vor der Wahl wirbt.

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Rezo hat wieder zugeschlagen. Zwei Wochen nach seinem ersten Video zur Bundestagswahl knöpft sich der Youtuber in seiner „Zerstörung Teil 2“ nun die Klimakrise vor. Er spricht darin über die drastische Häufung von Hitzewellen, über Waldbrände, das Abschmelzen von Gletschern und die Zunahme von Dürren. Die Klimaphänomene, die Rezo beschreibt, sind zweifelsohne durch Fakten gedeckt, doch sie sind allesamt nicht neu. Es gibt glaubwürdigere Stimmen, um den Stand der Klimaforschung abzubilden, als den Blauschopf in seinem Videostudio. Doch Rezo geht es nicht um eine Darstellung von wissenschaftlichen Positionen, sondern von politischen. Zwar erklärt er selbst, er habe sich dafür mit den Positionen aller Parteien beschäftigt. Und doch bekommen vor allem die Regierungsparteien ihr Fett weg, allen voran die Union. Das war erwartbar, schließlich hat sich der 29-Jährige bereits als CDU-Zerstörer einen Namen gemacht. Diesmal wirft er verschiedenen Politikern Wissenschaftsfeindlichkeit und Verschwörungsideologie vor, lenkt den Fokus bewusst auf die erzkonservative Werteunion und auf vom Energiekonzern RWE finanzierte Einzelpersonen. Das Bild, das Rezo von der Union entwirft, verzerrt die Wirklichkeit und schwächt damit seine eigenen Argumente. Rezo driftet in den Populismus ab.