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Bundestagswahl 2021: Ralf Berlingen (FDP) im Wahlreis Bitburg

Bundestagswahl : Ralf Berlingen aus Daun tritt für die FDP an - Warum es ihn in den Bundestag zieht

Was wollen die Kandidaten im Wahlkreis Bitburg erreichen, wenn sie bei der Bundestagswahl 2021 gewählt werden? Das haben wir auch Ralf Berlingen von der FDP gefragt.

Der Direktkandidat der FDP für die Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Bitburg ist Ralf Berlingen aus Daun. Als Sohn eines Hoteliers ist der 53-Jährige ins Gastgewerbe hineingeboren und dort aufgewachsen. Er will politische Entscheidungen schneller und unkomplizierter machen, auch auf Bundesebene.

Welche Ziele hat Ralf Berlingen (FDP) vor der Bundestagswahl 2021?

„Die Bürokratie lähmt unser Land“, sagt Berlingen. „Regeln sind gut und wichtig, aber wir bremsen uns auch selber kontinuierlich aus. Wenn Fehler gemacht werden, wird man aus allen Richtung fertiggemacht. Dadurch fehlt oft der Mut zu Entscheidungen. Das würde ich gerne ändern“.

Mit schnellen Entscheidungen kenne Berlingen sich aus, wie er sagt. Ein Leben in der Gastronomie habe keinen Platz für Langsamkeit oder Zaghaftigkeit. Genau diese Einstellung nimmt er auch mit in die Politik.

Internationale Zusammenarbeit in den Fokus rücken

Seine Herzensangelegenheit ist die internationale Zusammenarbeit. Mit Verwandten in Südamerika, USA und Spanien war Berlingen schon überall auf der Welt unterwegs. Das Reisen ist für ihn ebenso eine Leidenschaft, wie das Erlernen neuer Sprachen. Egal ob Spanisch, Französisch, Englisch, Italienisch oder Portugiesisch, Berlingen fühlt sich in vielen Sprachen wohl.

„Deswegen will ich mich auch stärker für internationale Beziehungen, in Europa und darüber hinaus, einsetzen. Denn nur durch eine länderübergreifende Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis ist unser Frieden gesichert. Die wichtigen Themen unserer Zeit lassen sich nur zusammen angehen. Die EU ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial und kulturell eine Bereicherung.“

Fern vom Wahlkreis Bitburg unterwegs

Unterwegs in fremden Ländern, erkundet Ralf Berlingen die Gegend am liebsten auf eigene Faust. Erkunden und Erleben, anstatt Luxus und Entspannung. Seine Reisen in mehr als 40 verschiedene Länder haben ihn auch mit den unterschiedlichsten Menschen zusammengebracht. Für Berlingen steht fest: Egal ob aus Deutschland, Bolivien, Mauretanien oder Singapur. Wer gute Arbeit leistet, sollte herzlich willkommen sein.

„Ich habe es selbst beim Thema Pflege erlebt. Aus welchem Land Fachkräfte kommen spielt oft eine größere Rolle, als wie gut die Leute sind. Die ‚Angst vorm schwarzen Mann‘ hemmt leider auch heute noch viele bürokratische Entscheidungen in Deutschland. Wie Menschen aussehen oder woher sie kommen berührt mich nicht. Was zählt ist nur die Qualität der Arbeit und ob die Kommunikation gut funktioniert.“

Der Bundestagskandidat ganz privat

Zuhause in Daun hat es Berlingen vor allem das Schwimmen in den Maaren angetan. Viel Freizeit bekomme man als Selbstständiger in der Gastronomie aber eher nicht, erklärt er uns. Stattdessen schätze er ruhige, nächtliche Spaziergänge, nachdem der Trubel sich gelegt hat.

Das politische Engagement liegt Ralf Berlingen „im Blut“, wie er sagt. Der hobbymäßige Ahnenforscher hat in seinem Stammbaum zahlreiche Politiker gefunden. Von Vorfahren im Dauner Stadtrat bis zu Beigeordneten zur Zeit Napoleons.

„Das ehrenamtliche Engagement ist überall in unserer Familie verankert. In meiner Jugend habe ich sogar bei Verwandten im argentinischen Wahlkampf geholfen. Ich hinterfrage immer den Sinn von Regeln und Bestimmungen. Letztendlich gibt es aber nur zwei Optionen. Entweder man meckert nur über Probleme oder man fängt an sich selber darum zu kümmern.“

Als jemand, der jahrelang zwischen Daun und Köln hin und hergefahren ist, sieht er die Verkehrs­anbindung der Region als absolute Schwachstelle: „Der Zustand der A1 ist unzumutbar. Ich warte nun seit meiner Kindheit darauf, dass diese Autobahn fertiggestellt wird“, sagt Berlingen. „Das Dauner Industriegebiet ist nur auf dieses Versprechen hin entstanden und die Dörfer an der Strecke leiden massiv unter der Verkehrsbelastung. Aber auch die Bahnstrecken zwischen Köln und Trier müssen dringend erweitert werden. Mehr Schiene und weniger Autos und Lastwagen. Das sollte unser Ziel sein.“

Wie sieht Ralf Berlingen bei der Bundestagswahl 2021 die Chancen für die FDP?

Die Chancen für seine Partei schätzt Berlingen gut ein. „Wir sind uns als Partei einig und haben klare Angebote für die Probleme unserer Gesellschaft. Leider erschließt sich nicht immer jedem der Sinn unserer Maßnahmen. Wir haben nicht die ‚einfachen‘ Lösungen für alle Sorgen, mit denen andere Parteien um sich werfen. Wir machen ernst gemeinte Politik.“

Bei der Bundestagswahl 2021 am 26. September bewerben sich als Direktkandidaten für den Wahlkreis 202 Eifelkreis/Vulkaneifelkreis und Teile vom Kreis Bernkastel-Wittlich: Clemens Ruhl aus Pelm (ÖDP), Markus Riebschläger aus Gillenfeld (Die Partei), Oliver Eisinger aus Wittlich (WiR2020), Patrick Schnieder aus Arzfeld (CDU), Lena Werner aus Wittlich (SPD), Beate Härig-Dickersbach aus Pelm (AfD), Dorothea Hafner aus Gerolstein-Oos (Bündnis 90/Die Grünen), Manuel Eppers aus Herforst (Die Linke), Christoph Lutz aus Trier (die Basis), Ralf Markus Berlingen aus Daun (FDP) und Petra Fischer aus Oberkail (Freie Wähler).

Vor der Bundestagswahl 2021 finden Sie auf volksfreund.de auch die wichtigsten Informationen über den Wahlkreis Trier und den Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück.

(axw)