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Reaktionen der Politik aus der Vulkaneifel aufs Bundestagswahlergebnis

Bundestagswahl : Das sagen Politiker vor Ort zum Ausgang der Bundestagswahl

Jens Jenssen (Vorsitzender SPD-Kreisverband Vulkaneifel): Ich bin immer noch total beeindruckt von der Aufholjagd der SPD der vergangenen Monate bis hin zur Wahl am Sonntag. Das Ergebnis ist zwar knapp, aber die SPD liegt vorn, und damit hat sie mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz einen Auftrag, eine neue Bundesregierung zu bilden.

Besonders freue ich mich, dass die Eifel nach 16 Jahren wieder eine SPD-Bundestagsabgeordnete hat. Lena Werner hat einen super Wahlkampf hingelegt und die Nerven behalten, auch als es für uns nicht so rosig aussah. Das Wahlkampfteam aus der Vulkaneifel freut sich nach der Wahl von Julia Gieseking als Land­rätin im vergangenen Jahr nun über einen weiteren großen Erfolg.

Gordon Schnieder (Vorsitzender CDU-Kreisverband Vulkaneifel): Mit Blick darauf, dass die CDU mal 30 plus X als Ergebnis bei der Bundestagswahl anvisiert hatte, ist es natürlich eine deutliche Schlappe  für unsere Partei geworden. Leider ist auch nicht gelungen, zumindest  stärkste Kraft zu werden. Was die Regierungsbildung angeht,  wird es sicher nicht einfach. Sehr bedauerlich ist, dass wir auf Landesebene so viele Direktmandate verloren haben. Aber mein Bruder Patrick hat’s wieder geschafft, worüber ich mich natürlich freue. Und ich begrüße, dass mit SPD-Bewerberin Lena Werner eine weitere Stimme unsere Region in Berlin vertritt.

Marco Weber (Vorsitzender FDP-Kreisverband Vulkaneifel): Ich bin sehr zufrieden mit unserem Abschneiden bei der Bundestagswahl, besser hätte es für die FDP nicht laufen können. Ich sehe gute Chancen für unsere Partei, ihre Programmatik in Regierungsarbeit umsetzen zu können. Besonders froh bin ich auch, dass wir auf Kreisebene wieder auf Platz 3 gelandet sind. Dass es die SPD-Kandidatin in den Bundestag geschafft hat, kann für die Region grundsätzlich nur förderlich sein.

Julia Gieseking (Landrätin des Kreises Vulkaneifel mit SPD-Parteibuch): Ich freue mich natürlich über das SPD-Ergebnis. Für mich ist es auf jeden Fall verbunden mit einem Regierungsauftrag für Olaf Scholz. Was für ihn sicher nicht einfach wird, aber ich hoffe trotzdem, dass entsprechende Verhandlungen gut und vor allem zügig vorangehen. Ich gratuliere Patrick Schnieder, der wieder das Direktmandat im Wahlkreis 202 geholt hat, aber auch Lena Werner. Denn es ist gut, dass die Region wieder zwei Bundestagsabgeordnete hat. Ich bin guter Dinge, dass sie unsere Anliegen in Berlin gut vertreten werden.

Dietmar Johnen (Sprecher Kreistagsfraktion Bündnis 90/Grüne): Die Erwartungen für unsere Partei waren zwar zwischenzeitlich höher, ich finde das Ergebnis aber trotz allem sehr gut. Wir haben deutlich zugelegt gegenüber 2017, und dass eine Kanzlerkandidatin ins Rennen geschickt wurde, begrüße ich nach wie vor. Was den Einzug von Lena Werner in den Bundestag angeht: Jede Vertretung aus unserer Region in Berlin ist begrüßenswert“.

Thomas Scheppe (Bürgermeister VG Daun mit CDU-Parteibuch): Die CDU kann natürlich mit ihrem Ergebnis nicht zufrieden sein. Eine Regierung zu bilden dürfte nicht so einfach werden, gibt es doch anders als bei früheren Bundestagswahlen keinen richtigen Sieger, der die Konkurrenz deutlich distanziert hat. Aber trotzdem gilt aus meiner Sicht nun, dass man sich in Berlin schnell zusammenfindet, denn es gibt jede Menge Herausforderungen auf allen Ebenen, die zügig angegangen werden müssen. Und dass es neben Patrick Schnieder mit Lena Werner von der SPD künftig eine zweite Stimme aus unserer Region in Berlin geben wird, sehe ich als Bereicherung“.