CDU bleibt stärkste Fraktion rund um Konz

CDU bleibt stärkste Fraktion rund um Konz

Die Kräfteverhältnisse im Verbandsgemeinderat Konz sind nach der Kommunalwahl gleichgeblieben. Einzige Veränderung: Im bürgerlichen Lager hat die FDP einen Sitz eingebüßt, der nun auf die FWG entfällt. Die CDU stellt mit 16 Mitgliedern die größte Fraktion.

Die Konzer Stadtteile Krettnach und Oberemmel lassen sich bei der Auszählung am Montag am meisten Zeit. Doch um 18.30 Uhr werden auch die dortigen Wahlergebnisse für die Verbandsgemeinderatswahl eingelesen. Und nach Auszählung der FWG-Hochburgen ist es klar: Die Freien Wähler (19,2 Prozent) haben als einzige Fraktion einen Sitz dazugewonnen und sind jetzt zu acht. Die FDP (4,6 Prozent) hat hingegen einen Sitz verloren. Mit Claus Piedmont, der vom 5. Listenplatz auf den ersten vorgerückt ist, und Franz Görtz darf die Partei nur noch zwei Vertreter in den Rat schicken.

Für die drei anderen Fraktionen bleibt alles beim Alten. Die CDU ist weiterhin die stärkste Kraft im Rat (16 Sitze, 40,5 Prozent). Es folgen die SPD (10 Sitze, 25,7 Prozent) und die Grünen (vier Sitze, 10,7 Prozent). Obwohl die Grünen (plus 1,6 Prozent) anteilsmäßig leicht zugelegt haben, springt für sie kein weiterer Ratssitz heraus. Die geringen Verschiebungen bedeuten aber nicht, dass alles in dem Gremium bleibt, wie es war. Die CDU muss zum Beispiel noch einen Fraktionssprecher finden. Friedhelm Schücker ist schließlich nicht mehr dabei (der TV berichtete). Innerhalb der Unionsliste hat sich zudem zum Beispiel Hans-Josef Luy von Platz zwölf auf drei geschoben.

Bei den Sozialdemokraten sind die vielen Personenstimmen für die beiden Tawerner Karla Kroon und Egon Sommer. Kroon rückte von Listenplatz 22 auf Platz drei vor, der SPD-Gemeindeverbandsvorsitzende Sommer von Platz 19 auf vier. Die Tawerner SPD ist ohnehin stark vertreten - fünf von zehn Fraktionsmitgliedern kommen aus dem Ort.

Bei der FWG-Wahlliste stehen mit den Ortsvorstehern der Konzer Stadtteile, Dieter Klever (Tälchen), Detlef Müller-Greis (Könen) und Hermann Josef Benzkirch (Oberemmel) sowie Stadtratsfraktionssprecher Hermann-Josef Momper altbekannte Namen an den ersten Positionen.

Verschiebungen gab es auf den Listen bei allen Parteien außer bei den Grünen, die wie gehabt von Sabina Quijano angeführt werden. Der Konzer Stadtbürgermeisterkandidat Sascha Gottschalk, der gegen Amtsinhaber Karl-Heinz Frieden 35 Prozent der Stimmen errungen hat (der TV berichtete), ist in der kommenden Legislaturperiode ebenfalls im VG-Rat dabei.

Die 40 gewählten Ratsmitglieder


CDU: Bernd Henter, Josef Weirich, Rosi Hutmacher, Bernhard Marx, Hans-Josef Luy, Walter Bamberg, Markus Steier, Andreas Koltes, Werner Schaack, Lutwin Ollinger, Herbert Rausch, Thomas Müller, Jessica Willems, Carina Curman, Peter Hein, Volker Berens

SPD: Lothar Rommelfanger, Helmut Ayl, Karla Kroon, Elisha Weinandi, Anja Dumjahn, Peter Lauterborn, Achim Komes, Egon Sommer, Yvonne Mich, Ulrich Kasel

FWG: Dieter Klever, Hermann-Josef Momper, Detlef Müller-Greis, Hermann-Josef Benzkirch, Heinz Alfred Wößner, Gerhard Stempien, Hans Dostert, Maria Schmitz

Bündnis 90/Die Grünen: Sabina Quijano, Sascha Gottschalk, Tanja Biesdorf, Jan Gruzlak

FDP: Claus Piedmont, Franz GörtzMeinung

Foto: volksfreund.de

Wahl bestätigt bisherige Politik

Von Christian KremerDie Wähler in der Verbandsgemeinde Konz scheinen mit der Politik der vergangenen Jahre zufrieden zu sein. Diese Schlussfolgerung legt zumindest das Ergebnis der Kommunalwahl nahe. Denn die Sitzverteilung bleibt nahezu identisch. Das bestätigt die Kommunalpolitiker der Verbandsgemeinde, die sich in der vergangenen Legislaturperiode in erster Linie mit dem Bau eines neuen Schwimmbads in Konz und dem Ausbau der Kinderbetreuung in der Verbandsgemeinde beschäftigt haben.

Bei nahezu gleichbleibender Sitzverteilung verändert sich aber die Besetzung der Fraktionen. Es sind noch Haudegen wie Josef Weirich (CDU), Egon Sommer (SPD) oder Franz Görtz (FDP) dabei. Auch die Ortsvorsteher und -bürgermeisterfraktion ist groß. Jedoch ziehen auch einige neue Gesichter in den Rat ein.