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CDU dominiert künftig Verbandgemeinderat von Wittlich-Land

CDU dominiert künftig Verbandgemeinderat von Wittlich-Land

In der neuen Verbandsgemeinde Wittlich-Land hat die CDU die Wahl klar für sich entschieden.

Die Christdemokraten kamen nach dem amtlichen Endergebnis auf 47,2 Prozent. Zweitstärkste Fraktion im Verbandsgemeinderat werden die Freier Wähler, die 22,3 Prozent der Stimmen erhielten.
Die weiteren Ergebnisse: SPD 17,1 Prozent, Grüne 6,9 Prozent, FDP 4,5 Prozent und ÖDP 2 Prozent.

Noch in der vergangenen Woche hatte der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz gegen einen Eilantrag der Verbandgemeinde Manderscheid entschieden. Diese wollte eine Verschiebung der Wahl erreichen. Manderscheid gehört zu den Verbandsgemeinden, die sich bei der Kommunal- und Verwaltungsreform zum 1. Juli 2014 mit ihrer jeweiligen Nachbarkommune zusammenschließen sollen. Sie befürchten, mit der Wahl würde die "Zwangshochzeit" zementiert. Mit fünf anderen Gemeinden in Rheinland-Pfalz wehren sie sich schon länger in einer Normenkontrollklage vor dem VGH gegen den Zwang zur Fusion. Wann die obersten Verfassungsrichter darüber entscheiden, ist unklar.

Franz-Josef Krumeich (CDU Manderscheid) sagte zum Wahlergebnis: "Wir als CDU finden das Ergebnis hervorragend. Es sind ja doch mehr Konkurrenten dazu gekommen, wie zum Beispiel die Grünen. Die
Menschen haben erkannt, dass wir immer eine sachgerechte Politik vertreten haben. Der Bürger
hat uns bestätigt. Ich sehe keine Probleme in Hinblick auf die Zusammenarbeit im neuen Rat. Wir
werden über Ziele diskutieren müssen und auch darüber, wie die neue VG Wittlich Land ausgerichtet werden soll."

Angelika Brost (SPD Wittlich Land) kommentierte den Wahlausgang so: "Es ist für mich eine Enttäuschung, wie es sich darstellt. Wir müssen eine Analyse abwarten, wie dieses Ergebnis zustande kam, um zu sehen, wie es in einzelnen Gemeinden war. Diese 17,1 Prozent bedeuten, dass wir nur noch drittstärkste Fraktion im VG Rat sind."

Helmut Quint (SPD Manderscheid): "Enttäuschend ist es so direkt nicht. Wir leben nun einmal in einer schwarzen Region. Ich kenne das seit 35 Jahren und bin da nicht enttäuscht. Es gab ja viele Querelen wegen der Klage gegen die Kommunalreform. Und das ist auch irgendwie eine Quittung für das Verhalten."