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CDU-Stadtratsliste: Mätti will's noch einmal wissen

CDU-Stadtratsliste: Mätti will's noch einmal wissen

Amtsinhaber Matthias Stein (CDU) kandidiert erneut – bislang ohne Gegenkandidat – um den Posten des Stadtbürgermeisters von Hillesheim. Der 66-Jährige will sich vor allem um den Verkauf des Hotels Augustiner-Kloster, den Umbau des Viehmarktplatzes sowie die Ortsumgehung einsetzen. An eine absolute CDU-Mehrheit im Stadtrat glaubt er nicht.

Man kann nicht behaupten, dass in der auslaufenden Legislaturperiode nichts passiert sei in Hillesheim und der Hillesheimer Stadtpolitik: Kulturhaus, neuer Schwung in Sachen Ortsumgehung, Aus für die Molkerei, Umbau der Markthalle und vor allem Kauf, Renovierung, Verpachtung und Wiederinbetriebnahme des Hotels Augustiner-Kloster.

„Wir haben fast für jedes unserer jüngsten Projekte einen Karnevalswagen gebaut bekommen“ sagt Amtsinhaber Matthias Stein (CDU) – und sieht dies durchaus als Beleg dafür, dass die Arbeit im Stadtrat gewürdigt werde.

Einige dieser Vorhaben, die erst angestoßen wurden, will Stein fort- und im besten Fall zu Ende führen. Daher seine erneute Kandidatur um das Amt des Stadtbürgermeisters, die einstimmig vom CDU-Stadtverband unterstützt wurde. Beispiel Augustiner-Kloster: Nachdem das Hotel im September 2007 nach jahrelangem Leerstand, Ankauf durch die Stadt, Umbau, Renovierung, Verpachtung und Wiederinbetriebnahme nun gut läuft, will Stein auch den letzten Schritt machen. „2012 läuft der Pachtvertrag aus, daher werden wir bereits im kommenden Jahr den Verkauf des Hauses an den jetzigen Pächter thematisieren. Denn es ist nicht langfristiges Ziel der Stadt, ein Hotel zu besitzen.“

Und auch der Bau der Ortsumgehung sowie der Umbau des Viehmarktplatzes in einen modernen Markt- und Messeplatz solle „binnen der nächsten fünf Jahre realisiert“ werden. Daher, „und weil ich mich für den Erhalt der Eigenständigkeit der Verbandsgemeinde Hillesheim einsetzen will, trete ich erneut an“, sagt der 66-Jährige. Zudem sei er trotz des Verlusts der absoluten Mehrheit im Stadtrat nach der Kommunalwahl 2003 „gut mit allen parat gekommen“. Und auch jetzt glaubt er nicht mehr an einen Durchmarsch seiner Partei, hofft aber, „dass wir weiterhin stärkste Fraktion im Rat bleiben“. Sein Ziel: acht Sitze. Bislang hat die CDU sieben Sitze (plus die Stimme des Stadtbürgermeisters).

Der Umstand, dass sich bislang noch kein Gegenkandidat gemeldet hat, versetzt Stein, der seit 1. Januar 1998 im Amt ist und sich bereits bei zwei Urwahlen gegen seine Kontrahenten durchgesetzt hat, kein Unbehagen. Er sagt: „Nein, Langeweile im Wahlkampf wird schon nicht aufkommen.“

Die CDU-Liste für den Stadtrat Hillesheim:

1. Matthias Stein, 2. Stephan Hoffmann, 3. Hermann-Josef Schmitz, 4. Wolfgang Bauer, 5. Josef Istas (Stadtteil Niederbettingen), 6. Ottmar Brück (Stadtteil Bolsdorf), 7. Claudia Brenner, 8. Josef Reuter, 9. Helmut Schmitz (Bolsdorf), 10. Dieter Marquardt, 11. Helene Dümmer, 12. Carsten Schneider (Bolsdorf), 13. Götz Krieger, 14. Oliver Clemens, 15. Andreas Spenst, 16. Manfred Hilgers, 17. Anne Püllen, 18. Siegfried Neuerburg, 19. Hans Blum, 20. Josef Krämer, Ludwig Hoffman (Bolsdorf).


Meinung: Unangefochten

Von Mario Hübner

Wenn nicht Gravierendes dazwischen kommt, wird Matthias Stein auch die kommenden fünf Jahre die Geschicke Hillesheims als Stadtbürgermeister leiten. Das liegt zum einen daran, dass er sich wieder nicht mit einem Konkurrenten auf Augenhöhe messen muss. Ebensowenig wie ihm 1998 Günter Britz (FWG) und Manfred Pint (SPD) das Wasser reichen konnten, musste er sich 2004 vor dem Grünen Karl-Wilhelm Koch fürchten. Anders hätte es sicherlich ausgesehen, wenn seinerzeit Klaus Blech oder aktuell Harald Handwerk (beide WG Blech) ihren Hut in den Ring geworfen hätten. Haben sie aber nicht.

Doch Mätti Stein ist nicht nur deswegen unangefochten, weil sich sonst keiner traut. Allen voran die Wiederbelebung des Hotels Augustiner-Kloster, aber auch sein erkennbares Bemühen und sein Wille, mehr auf seine politischen Gegenspieler einzugehen (und dank der Zusammensetzung des Rates: eingehen zu müssen) verdienen Respekt.

m.huebner@volksfreund.de