City-Campus: Die Macht der Mumien und die Faszination der Papyri

City-Campus: Die Macht der Mumien und die Faszination der Papyri

Sie erzählen uns von längst vergangenen Zeiten. Von den alten Ägyptern, Griechen und Römern. Papyri, die mehr als 2000 Jahre alt sind, zeigt das Fach Papyrologie der Universität Trier beim City Campus am 28. September im Trierer Stadtarchiv an der Weberbach von 18 bis 22 Uhr.

Sie erzählen uns von längst vergangenen Zeiten. Von den alten Ägyptern, Griechen und Römern. Sie lassen uns erschauern über die geheimnisvolle Macht der Mumien und geben sogar eine Anleitung zur Vernichtung der Feinde: "Ihr sollt sein Gesicht auf den Rücken drehen!"

Papyri, die mehr als 2000 Jahre alt sind, zeigt das Fach Papyrologie der Universität Trier beim City Campus am 28. September im Trierer Stadtarchiv an der Weberbach von 18 bis 22 Uhr.

In 15-minütigen Vorträgen erfahren Interessierte mehr über die aus Pflanzen hergestellten papierähnlichen Schriftstücke aus der Papyrus-Sammlung der Universität Trier.

Zur Zeit gehören 803 Einzelstücke zu der 30 Jahre alten Sammlung, darunter Papyri in griechischer, koptischer, hieratischer und demotischer und lateinischer Sprache. Der Besucher der Ausstellung erfährt mehr über die Wissenschaftsdisziplin Papyrologie sowie über Geschichte, Bedeutung und Faszination des Papyrus. ?

Noch heute, so wissen die Trierer Forscher, schlummern bedeutende Dokumente irgendwo im Wüstensand und halten bedeutende Erkenntnisse über vergangene Jahrtausende auf Papyrus verborgen. Der antike Schreibstoff ist für die Wissenschaftler insbesondere deshalb von großem Interesse, weil die darauf festgehaltenen Texte Einblicke in viele Bereiche der antiken Gesellschaft erlauben. Sie öffnen so quasi ein Fenster zur antiken Welt.

Die Übersetzung und Auswertung von Papyrustexten ist für viele althistorische Disziplinen grundlegend, seien es die Geschichts-, Gesellschafts-, Kultur-, Literatur- oder Religionswissenschaften.

Papyrologie wird in Deutschland übrigens nur an der Universität Trier als selbstständiges Studienfach angeboten und ist dort im Zentrum für Altertumswissenschaften (ZAT) mit anderen altertumskundlichen Disziplinen vernetzt. Die für Forschung und Lehre unerlässliche Arbeit an Originalen war der Anstoß zum Aufbau einer Papyrussammlung an der Universität, seit 1993 geleitet von Professorin Dr. Bärbel Kramer.

Übersicht: Vorträge am 28. September während des City-Campus im Stadtarchiv an der Trierer Weberbach

 20 bis 20.15 Uhr: "Mörderbrief" - Die Einwohner des Dorfes Nesoi planen einen Mord. Was ist passiert? Warum sind die Einwohner in Gefahr? Wen wollen sie umbringen? Ein Brief aus dem 4. Jh. nach Chr. aus der Trierer Papyrussammlung.
Es spricht Prof. Dr. Bärbel Kramer.
 20.30 bis 20.45 Uhr: "Kleopatra in der Schuldenkrise"
Im 1. Jh. v. Chr. ist das verschuldete Ägypten finanziell in der Hand römischer Bankiers. Einer wird sogar Finanzminister von Ägypten. Das ptolemäische Königshaus hilft sich mit Steuererhöhungen und der Verleihung wirtschaftlicher Privilegien an römische Großgrundbesitzer.
Es spricht Dominik Selzer.
 21 bis 21.15 Uhr: "Nach dem Auslandseinsatz" - Veränderungen in der ptolemäischen Truppe nach einem Auslandseinsatz: Wie werden frei gewordene Soldatenstellen wieder besetzt? Wie erhalten Offiziere, die im Auslandseinsatz waren, ihre Privilegien? Ein neuer Trierer Papyrus zur Besoldung und Versorgung der Soldaten im 2. Jh. v. Chr.
Es spricht Cindy Werner.
21.30 bis 21.45 Uhr: "Ihr sollt sein Gesicht auf den Rücken drehen!" - Die geheimnisvolle Macht der furchtbaren Puppen. Anleitung zur Vernichtung der Feinde auf einem ägyptischen Papyrus.
Es spricht Ann-Katrin Gill.
  

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