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Dennis Junk wird neuer Bürgermeister Wittlich-Land

Dennis Junk wird neuer Bürgermeister Wittlich-Land

Dennis Junk (CDU) heißt der neue Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land. Er hat sich in der Stichwahl mit 55,4 Prozent gegen Alois Meyer (FWG) durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung war mit 40,1 Prozent sehr niedrig.

Applaus erfüllt das Foyer der Verbandsgemeindeverwaltung Wittlich-Land, als kurz nach 19 Uhr das endgültige Ergebnis der Stichwahl feststeht: 55,4 Prozent für den jungen CDU-Kandidaten Dennis Junk.

Sein Gegenkandidat Alois Meyer gehört zu den Ersten, die Junk und seiner Frau Sabine gratulieren. Ihm folgen viele Parteifreunde Junks, aber er bekommt auch Glückwünsche von den anderen politischen Gruppierungen.

Es sind viele Menschen, die an diesem Abend ins Rathaus gekommen sind, um das Ergebnis direkt mitzubekommen. Auch Christoph Holkenbrink und Wolfgang Schmitz, die noch amtierenden Bürgermeister der kurz vor der Fusion stehenden Verbandsgemeinden Wittlich-Land und Manderscheid sind gekommen.

Und alle Anwesenden werden erst einmal etwas auf die Folter gespannt. Gegen 18.30 Uhr gibt es das erste Ergebnis nach Auszählung von 33 der 52 Wahlbezirke. Schon da wird deutlich, dass Junk die Nase vorn hat.

Aber erst, als das Endergebnis feststeht, strahlt Junk. "Ich bin sehr glücklich und erleichtert", sagt er. Er werte das Ergebnis als großen Vertrauensvorschuss. Jetzt falle eine Last von ihm ab, gibt Junk zu. Bei dieser Stichwahl sei er nach dem knappen Ergebnis bei der Wahl vor zwei Wochen deutlich angespannter gewesen.

Bei Alois Meyer bedankt sich der designierte Bürgermeister für den fairen Wahlkampf.

Meyer zeigt sich auch als guter Verlierer: "Mit dem Ergebnis kann ich gut leben", sagt er über den Ausgang der Wahl. Für ihn sei es schwierig gewesen, sich gegen eine so große Partei durchzusetzen. Der Klausener Ortsbürgermeister hatte vor allem in der Verbandsgemeinde Manderscheid seine Schwierigkeiten, die Wähler zu überzeugen. Für ihn breche keine Welt zusammen, denn "mein Beruf als Förster macht mir auch sehr viel Spaß."

Meyer wird, wie er sagt, künftig im Verbandsgemeinderat aus der zweiten Reihe mitwirken. Wenn er am 3. Juli vom Gemeinderat Klausen als Ortsbürgermeister gewählt wird, werde er dieses Amt weiter ausüben.

Das beste Ergebnis konnte Dennis Junk in Gipperath mit mehr als 80 Prozent verbuchen. Aber Alois Meyer hat es geschafft, in einer Gemeinde 100 Prozent der Stimmen zu bekommen. In kleinen Dorf Dierfeld haben alle sechs Wahlberechtigten für ihn gestimmt. Stimmen zur Wahl


Christoph Holkenbrink (CDU) fasst sich in seinem Kommentar zum Wahlausgang sehr kurz: "Die Bürger haben entschieden. Das ist jetzt ein Generationenwechsel."
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Wolfgang Schmitz (CDU) zeigt sich enttäuscht über die geringe Wahlbeteiligung: "Es ist ein ungünstiger Termin für eine Stichwahl. Es ist schon sehr enttäuschend, dass die Bürger so wenig Gebrauch machen von ihrem Wahlrecht, denn es geht um die Besetzung einer wichtigen Position für die nächsten acht Jahre".
Über das Wahlergebnis ist er dagegen nicht erstaunt. "Es ist ein erwartetes Ergebnis nach dem ersten Wahlgang." Respekt zeigt Schmitz für den unterlegenen Alois Meyer.
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Angelika Brost, Fraktionsvorsitzende der SPD im Verbandsgemeinderat sagt über den Wahlsieg von Dennis Junk: "Ich habe ihm gratuliert und eine gute Zusammenarbeit gewünscht." Diese wünscht sie auch mit dem unterlegenen Kandidaten Alois Meyer. "Ich freue mich, dass er im Verbandsgemeinderat mitarbeitet."
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Manfred Hower, der für die FWG im Verbandsgemeinderat sitzt, freut sich trotz Niederlage über das Ergebnis: "Das ist ein riesiger Gewinn für die Freien Wähler."