1. Dossier

Dreikampf in der Stadt und Duelle in zwei Dörfern

Dreikampf in der Stadt und Duelle in zwei Dörfern

Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. Damit ist klar, welche Kandidaten und politischen Gruppen am 25. Mai bei der Kommunalwahl in den 13 Orten der Verbandsgemeinde Hermeskeil (VG) antreten. Neben einem Dreikampf in der Stadt und zwei Duellen um den Chefposten im Dorf gibt es auch eine Gemeinde, in der niemand neuer Ortsbürgermeister werden will.

Hermeskeil. Wer kandidiert bei der Kommunalwahl am 25. Mai wo? Diese Frage ist seit gestern Abend, 18 Uhr, beantwortet. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist fasst der TV die Situation in der VG Hermeskeil zusammen.Kommunalwahl 2014


VG-Rat: In allen 13 Orten entscheiden die Bürger mit ihrer Stimmabgabe über die Neubesetzung des VG-Rats. Die vier Fraktionen (CDU, SPD, FWG und Bürger für Bürger, BFB), die bisher in diesem Gremium vertreten sind, bekommen gleich zwei zusätzliche Konkurrenten. Erstmals treten die Linken auch auf VG-Ebene an. Auch die Piraten wollen als Neulinge in den VG-Rat einziehen.
Stadt Hermeskeil: Im Mittelpunkt des Interesses steht ohne Zweifel eine Personalie - nämlich, wer die Stadtbürgermeisterwahl gewinnt. Bekanntlich rangeln gleich drei Bewerber um diesen Posten. Amtsinhaber Udo Moser (BFB) wird vom Notar Mathias Queck (CDU) und dem Finanzbeamten Paul Gemmel (SPD) herausgefordert. Im Stadtrat sitzen bisher CDU, SPD, FWG, BFB und Linke. Alle fünf Gruppen haben auch dieses Mal Bewerberlisten aufgestellt. Als sechste Kraft wollen erstmals (wie auf VG-Ebene) die Piraten im Stadtrat mitmischen.
Zwei Duelle: In Beuren und in Hinzert-Pölert wird es am 25. Mai besonders spannend. Dort gibt es jeweils zwei Bewerber für die Direktwahl des Ortsbürgermeisters.
In Beuren stellt sich mit Manfred Köhl der dienstälteste Gemeindechef der VG zur Wiederwahl. Der 67-Jährige lenkt bereits seit 1979 die Geschicke von Beuren. Als Köhl sein Amt antrat, war seine Gegenkandidatin gerade mal ein Jahr alt. Petra Adams-Philippi geht für die gleichnamige und neu gegründete Wählergruppe ins Rennen. Die 36-jährige Landwirtin saß bisher für die CDU im Gemeinderat. Für dessen Wahl stellen die Christdemokraten nun keine Liste mehr. Es treten SPD und Wählergruppe (WG) Adams-Philippi an.
In Hinzert-Pölert tritt zum einen Jürgen Merkel (Pölert) als Einzelbewerber an. Der 46-jährige Altenpfleger ist Amtsinhaber. Er wurde Anfang 2012 allerdings durch den Rat gewählt.
Merkel stellt sich somit erstmals dem Direktvotum durch die Bürger. Sein Kontrahent heißt Mario Leiber (Hinzert). Für den 50 Jahre alten Spitzenkandidaten der gleichnamigen WG ist es nach 2009 der zweite Versuch, Regierungschef im Doppelort zu werden.

Vergebliche Suche: In Bescheid wird es am 25. Mai keine Direktwahl des Ortsbürgermeisters geben. Zwar kündigte Raimund Olinger, der diesen Posten seit 20 Jahren innehat, bereits frühzeitig an, dass für ihn nach Ablauf der aktuellen Legislaturperiode Schluss ist. Es hat sich aber niemand gefunden, der seine Nachfolge antreten will. Insofern muss Olinger die Geschäfte Bescheids vorübergehend weiterführen, bis der Gemeinderat einen neuen Ortschef wählt. Das soll laut Gemeindeordnung spätestens acht Wochen nach der ausgefallenen Wahl geschehen, also im konkretem Fall bis zum 20. Juni.
Klare Verhältnisse: In den neun anderen Dörfern der VG sind am 25. Mai zumindest bei den Ortsbürgermeisterwahlen keine Überraschungen zu erwarten. Es treten dort nämlich nur die jeweiligen Amtsinhaber als einzige Kandidaten an. Konkret sind das: Joachim Wellenberg (Damflos), Theo Palm (Geisfeld), Franz-Josef Weber (Grimburg), Josef Barthen (Gusenburg), Werner Weber (Naurath), Peter Kretz (Neuhütten), Andreas Ludwig (Rascheid), Rainer Spies (Reinsfeld) und Hermann Bernardy (Züsch).
In allen 13 Orten werden auch die Gemeinderäte neu gewählt. In Reinsfeld und Züsch gibt es dabei jeweils drei unterschiedliche Listen. In Reinsfeld sind es SPD, CDU und Offene Wählerliste Port. In Züsch SPD, WG Heck und WG Gross.
In der morgigen Ausgabe gibt der TV einen Überblick über die Kandidaten in den 13 Orten der VG Kell.
Extra

Im Vergleich zur Wahl 2009 gibt es diesmal in der VG Hermeskeil nicht so viele "Kampfabstimmungen". Vor fünf Jahren traten bei der Stadtbürgermeisterwahl sogar vier Kandidaten an. Im Rest der VG Hermeskeil standen am 7. Juni 2009 in vier Dörfern Duelle um das Amt des Ortsbürgermeisters an. In Beuren behielt Manfred Köhl (SPD) damals gegen Harald Schmitt die Oberhand (CDU). In Grimburg gewann Franz-Josef Weber (WG Weber) gegen Jürgen Mayer (CDU). In Gusenburg setzte sich Josef Barthen (WG Barthen) gegen Josef Paulus (CDU) durch. In Reinsfeld gelang dies Rainer Spies (SPD) gegen Paul Port von der Offenen Wählerliste. ax